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Neuer Chefarzt für das Sana-Klinikum Gerresheim

Personalie : Neuer Chefarzt für das Sana-Klinikum Gerresheim

Der Brustkrebs-Experte Björn-Wieland Lisboa leitet seit Oktober mit Christoph Andree das dortige Brustzentrum.

Björn-Wieland Lisboa (57) ist seit 1. Oktober neuer Chefarzt der Senologie am Sana-Krankenhaus Gerresheim. Er leitet mit Christoph Andree, Chefarzt der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie, das interdisziplinäre zertifizierte Brustzentrum. Ziel ist eine enge Zusammenarbeit der Abteilungen. Die Ambulanzräume liegen deshalb nah beieinander, gemeinsame Fortbildungen und Fallbesprechungen sind üblich.

200.000 Euro investierte die Klinik in zwei neue Ultraschallgeräte und eine verbesserte Ambulanzstruktur. „Wir operieren heute ganz anders als früher“, sagt Lisboa. „Es ist wichtig, dass wir Frauen genügend Zeit einräumen. Die Entscheidung für eine Operation sollte nicht im Schock fallen“, sagt der Experte, der das Brustzentrum an der Universitätsklinik in Hamburg leitete und danach neun Jahre als Chefarzt der Senologie des Evangelischen Bethesda Krankenhauses in Duisburg tätig war. In dieser Zeit leitete Lisboa außerdem das Brustzentrum Rhein-Ruhr.

Die enge Zusammenarbeit mit der plastischen Chirurgie sieht der Experte als ideale Ergänzung. Bereits aus Duisburg schickte er Patientinnen zur Weiterbehandlung nach Gerresheim. „Es ist das einzige Brustzentrum in Deutschland mit dieser engen Verzahnung“, sagt Christoph Andree. Das Brustzentrum in Gerresheim ist mit dem Kooperationspartner Universitätsfrauenklinik Düsseldorf als „Brustzentrum I“ in NRW zertifiziert und eng für Studien verknüpft. Den Patientinnen stehen verschiedene Therapieoptionen offen, darunter auch die Möglichkeit der Rekonstruktion der Brust mit Eigengewebe. 190 bis 210 Operationen machen die Spezialisten pro Jahr.

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„Wir führen viele Gespräche mit den Frauen“, sagt Lisboa. In Tumorkonferenzen besprechen die Experten die einzelnen Fälle und Behandlungsmöglichkeiten, suchen gemeinsam nach der besten Methode. Der Chefarzt ist sicher, dass es in Zukunft immer mehr individuelle Behandlungen und Therapien gibt. 70.000 Neuerkrankungen gibt es jährlich, die Heilungsquote liegt mittlerweile bei 80 Prozent. Brusterhaltende Therapien machen 70 bis 80 Prozent der Behandlungen aus.