Wersten Kinder werben für Kinderrechte

Wersten · Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Henri Dunant am Rheindorfer Weg haben in einer gelungenen Präsentation für die Wahrung ihrer Rechte plädiert. Das war so informativ wie unterhaltsam.

 Shayan (l.) und Emil zeigen eins von vielen Plakaten, die für die Präsentation gebastelt wurden.

Shayan (l.) und Emil zeigen eins von vielen Plakaten, die für die Präsentation gebastelt wurden.

Foto: Endermann, Andreas (end)

Erwachsene haben sie beschlossen. Am 20. November 1989 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Rechte der Kinder festgeschrieben. Je mehr Kinder sie kennen, desto besser, dachten sich Pädagogen und die Schulleiterin der Städtischen Gemeinschaftsgrundschule Henri Dunant in Wersten. „Ganz kurzfristig“ sei die Entscheidung gefallen, eine Präsentation zum Thema Kinderrechte zu veranstalten, sagt Rektorin Melanie Gregrowicz. Von und für Kinder natürlich. Die Beteiligten brachten diese am Dienstagmorgen großartig über die Bühne.

Die komplette Schule ist in der Aula versammelt. Gesumme, Getrappel und Aufregung von 250 Kindern machen sich breit, Lehrer, einige Eltern und Vertreter der Schulpflegschaft sind gekommen. „Wir haben zehn Plakate zu Kinderrechten und jeweils zwei Kinder sprechen dazu“, erklärt Melanie Gregrowicz. Zum Einstieg gibt es einen musikalischen Appell. „Wir wollen Frieden auf Erden“ singen die Kinder engagiert und die Strophen sind mehrsprachig. Mit Julia Rieger von der Unicef-Gruppe Düsseldorf ist fachkundiger Besuch vor Ort. „Ich bin beeindruckt, das ist richtig, richtig cool, was Ihr macht“, lobt die Unicef-Vetreterin, bevor sie den Kindern die Bedeutung der weltweiten Kinderrechte gut verständlich erklärt. „Das läuft manchmal nicht so gut, aber wenn ihr diese Rechte kennt, könnt Ihr darauf achten“, ermuntert Rieger.

Texte, Bilder und Fotos prangen auf leuchtend gelben DIN A-3-Plakaten, mehr als einmal die Erdkugel – schließlich geht es um die Rechte alle Kinder dieser Welt. Jeweils zu zweit erklären die Schüler stolz und aufgeregt auf der Bühne ihre Kunstwerke. „Kinder dürfen keine Soldaten sein und sie müssen Hilfe bekommen, wenn ihre Eltern verloren gehen.“ Oder „Kein Kind darf ausgeschlossen werden, keines das im Rollstuhl sitzt, einen gebrochenen Arm hat oder eine Brille trägt.“ Es geht um saubere Meere und darum, Fleisch von glücklichen Tieren zu essen. Klar und deutlich klingen ihre Stimmen durch das Mikrofon, und das ist mutig vor so vielen Zuschauern. Ein eindrucksvoller Moment zeigt die Vielfalt der Nationalitäten. 20 Schüler halten ein langes Band mit verschiedenen Länder-Flaggen in den Händen. „Kinder haben Rechte“, sagt jedes in seiner Landessprache. Der Applaus zaubert ein erleichtertes Strahlen in ihre Gesichter. Nach der Präsentation geht’s wieder in den Unterricht. Aber die Rechte bleiben präsent: Die Plakate werden jetzt erstmal im Flur der Schule aufgehängt.

Kinder werben für Kinderrechte
Foto: grafik

Julia und Julius, beide aus der 3a, sind immer noch begeistert. Sie kennen sich jetzt aus. „Bildung“, sei für ihn wichtig meint Julius „Weil, wenn man nichts lernt, dann wird man nicht schlau.“ „Meine Familie, Gesundheit und Freiheit“, zählt Julia ihre bedeutsamsten Anliegen auf. „Familie deshalb, weil wir uns alle gut verstehen“, erklärt die Neunjährige. Stolz sind beide auf die Präsentation zum Thema Kinderrechte. Und darauf achten wollen sie jetzt auch. Zum Beispiel „Wenn ein Kind sich verletzt“ oder besser „das so etwas gar nicht erst passiert“, setzt Julius hinzu.

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