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Düsseldorf: Kinder lernen gesunde Ernährung

Düsseldorf : Kinder lernen gesunde Ernährung

Gesundes Essen ist lecker - diese Erfahrung machten gestern die Schüler der Heinrich-Heine-Grundschule. Gemeinsam mit Spitzenkoch Peter Nöthel kochten die Viertklässler ein Drei-Gänge-Menü in der Mensa.

Maya ist mit ihrer Gruppe für den Hauptgang zuständig: "Ich habe Tomaten, Zwiebeln und Basilikum geschnitten", sagt die Zehnjährige stolz. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden der 4c des katholischen Teilstandortes der Heinrich-Heine-Grundschule steht sie heute zusammen mit Spitzenkoch Peter Nöthel und seinem Team am Herd der Schulmensa. Die Aktion ist Teil des Projekts "gesund und munter" der Bürgerstiftung Düsseldorf, das es zum Ziel hat, Grundschülern gesunde Ernährung näherzubringen.

"Wir haben festgestellt, dass die Grundschüler heutzutage immer dicker werden und gar nicht wissen, was gesund und ungesund ist. Andere Kinder frühstücken nicht einmal zu Hause und kommen ohne etwas gegessen zu haben zum Unterricht. Das wollen wir ändern und deshalb haben wir das Projekt vor sechs Jahren ins Leben gerufen", sagt Wolfgang Heck, Projektleiter bei der Bügerstiftung. An zehn Düsseldorfer Schulen - meist in Stadtteilen, in denen vorrangig sozialschwache Familien leben - ist die Bürgerstiftung deshalb regelmäßig mit verschiedenen Aktionen zu Gast - von der ersten bis zur vierten Klasse. Eine dieser Aktionen ist das gemeinsame Kochen mit Peter Nöthel (Restaurant Nöthel's), der zugleich Schirmherr von "gesund und munter" ist. "Ich finde es wichtig, dass Kinder schon früh lernen, dass es nicht nur Tiefkühlpizza gibt und dass Fisch nicht viereckig ist. Und wie man hier heute sieht, sind die Kinder ganz eifrig dabei, ihnen macht es Spaß, zu kochen", sagt er.

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So wie Maya: "Es war überhaupt nicht schwer, die Zutaten zuzubereiten. Sondern es hat richtig Spaß gemacht", sagt sie. Das findet auch ihre Freundin Joanna. Sie war aber nicht für den Hauptgang zuständig, sondern für den Nachtisch, Pardon, das "Dessert", wie die Nachwuchs-Gourmets sagen. "Es gibt leckeren Quark mit Birnen und Nüssen. Da habe ich mitgeholfen", sagt Joanna. Und was gibt es sonst? Zur Vorspeise Tomate mit Mozzarella und Basilikum. Dann folgt eine Art Eintopf mit Hackfleisch, Reis und viel Gemüse. "Zum Beispiel mit Auberginen und Zucchini drin", sagt Jan. Und dann folgt noch der Quark.

"Insgesamt haben wir für alle Zutaten für 20 Kinder bloß 65 Euro bezahlt", sagt Wolfgang Heck. Denn bevor es ans Kochen ging, waren die Kinder noch mit Peter Nöthel im benachbarten Discounter einkaufen. "Unser Prinzip ist es, Kinder dazu zu bringen, ihre Eltern zu erziehen. Die haben manchmal gar keine Lust zu kochen, aber wenn sie dann mit ihren Kindern das nächste mal Einkaufen gehen, motivieren die Kinder sie dazu und sagen ,Mama, koch' doch auch mal!'", erklärt Heck. Insgesamt zieht er eine positive Bilanz nach sechs Jahren "gesund und munter". "An einigen Schulen kamen zum Beispiel zu Anfang 70 Prozent der Schüler, ohne gefrühstückt zu haben. Mittlerweile ist es nur noch ein Viertel - und diese Kinder haben meistens keine Lust zu frühstücken."

Auch die Kinder der Heinrich-Heine-Grundschule haben schon viel über Ernährung gelernt, wie sie eindrucksvoll unter Beweis stellen: "Es gibt eine Lebensmittelpyramide. Ganz oben stehen dort die Sachen, die ungesund sind, wie zum Beispiel Schokolade. Gemüse und Getreide sind sehr gesund, am gesündesten ist Wasser", erklärt Maya. Ist gesunde Ernährung den schwierig? Kopfschütteln bei den Kindern. "Man muss einfach nur viele Vitamine zu sich nehmen und zum Beispiel ganz viel Obst essen. Das kriegen wir hin", sagt Jan.

(lai)