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Nach Leverkusen-Spiel: Hooligan-Schlägerei in der Altstadt

Nach Leverkusen-Spiel : Hooligan-Schlägerei in der Altstadt

Nach dem Bundesligaspiel zwischen Leverkusen und Stuttgart ist es am Samstagabend in der Altstadt zu einer Schlägerei zwischen gewaltätigen Fans aus Düsseldorf und Stuttgart gekommen. Beim Aufeinandertreffen an der Ecke Stiftsplatz/Lambertusstraße prügelten sich etwa 40 Männer. 14 Stuttgarter wurden in Gewahrsam genommen, zwei mussten im Krankenhaus behandelt werden. Einer von ihnen wird dort noch stationär versorgt.

Die Polizei hatte sich mit einem großen Aufgebot auf das erste Bundesligaspiel von Bayer 04 in der LTU-Arena vorbereitet. Bereits tagsüber standen die Beamten an neuralgischen Ecken, um Auseinandersetzungen zu verhindern. Bereits vor dem Spiel wurden vier Stuttgarter Randalierer "aus dem Verkehr gezogen", da sie Platzverweisen in einer Gaststätte nicht nachkamen und Widerstand leisteten.

Am Abend trafen dann etwa 40 Hooligans aus Stuttgart und Düsseldorf in der Altstadt aufeinander. Die Polizei konnte die Schläger nur unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken trennen. 14 Personen wurden von der Polizei in Gewahrsam genommen. Sie müssen mit Anzeigen wegen Landfriedensbruch rechnen.

Immer wieder ist die Altstadt Treffpunkt von Gewaltbereiten im Umfeld des Fußballs. So lieferten sich im Oktober 2008 anlässlich des Drittligaspiels Fortuna gegen Bayern München II Hooligans aus beiden Städten einzelne Schlägereien. Die Polizei verhinderte mit mehr als 100 Beamten die ganze Nacht über, dass die Problemfans aufeinandertreffen konnten, um sich zu verprügeln. Damals wurden insgesamt 45 Personen in Gewahrsam genommen.

Vor allem nach "Spielen mit besonderem Sicherheitsrisiko", beispielsweise gegen Rot-Weiß Essen oder Dynamo Dresden (die für ihre gewalttätigen Anhänger bekannt sind), war es in der Vergangenheit immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen so genannten Fans gekommen. Dabei gilt die Altstadt als beliebter Treffpunkt für Schlägereien.

Ebenso als neuralgischer Punkt bekannt ist der Hauptbahnhof. Viele Fußball-Hoooligans, die für die Spiele quer durch die Republik reisen, nutzen Düsseldorf als Drehscheibe der Deutschen Bahn. Hier wacht die Polizei besonders aufmerksam darauf, dass sich gegnerische Fans nicht begegnen.

(RP)