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Düsseldorf: Hilfe für benachteiligte Schüler

Düsseldorf : Hilfe für benachteiligte Schüler

Die Wübben-Stiftung fördert Projekte an drei Düsseldorfer Schulen.

Die private Stiftung des Kölner Unternehmers Walter Wübben und die Stiftung "Partner für Schule in NRW" unterstützen mit jeweils 4000 Euro Projekte an drei Düsseldorfer Schulen, mit denen die Chancen bildungsbenachteiligter Jugendlicher verbessert werden sollen. "Wir haben die Vision, dass Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Herkunft eine faire Chance bekommen, ihr Potenzial zu entdecken", sagt Markus Warnke, Geschäftsführer der Wübben-Stiftung.

"Schule schafft's" nennt sich die Förderinitiative, die gestern in den Räumen der Wübben-Stiftung an der Speditionstraße an den Start ging. Mit von der Partie: Pädagogen der Alfred-Herrhausen-Förderschule in Garath, der Freiherr-vom-Stein-Realschule in Bilk und der Gemeinschaftshauptschule Bernburger Straße in Eller. "Wir werden das Geld unter anderem für den Druck unserer Lerntagebücher nutzen", sagt Sünke Rieken, Leiterin der Freiherr-vom-Stein-Realschule. In diesen Büchern dokumentieren die Jungen und Mädchen unter anderem, welche Hausaufgaben sie wann zu erledigen haben. Auch vorformulierte Entschuldigungen finden sich in diesen Büchern. "Viele Eltern verfügen nicht über hinreichende Deutsch-Kenntnisse", sagt Rieken.

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Angeschrieben hatte die Wübben-Stiftung Haupt-, Förder-, Gesamt-, Real- und Sekundarschulen in Düsseldorf, Oberhausen und Mönchengladbach, in denen vermehrt Schüler aus schwierigen Lernmilieus unterrichtet werden. Mehr als 20 Schulen bemühten sich um eine Förderung, acht kamen zum Zuge, darunter die Düsseldorfer. "Mehr als 80 Prozent meiner Schüler stammen aus Migrantenfamilien, 60 Jungen und Mädchen kommen als Flüchtlinge aus Krisenstaaten und können erst einmal gar kein Deutsch", sagt Klaus-Peter Vogel, Rektor an der Bernburger Straße. Der Pädagoge will das Stiftungsgeld für die Leseförderung und die Wortschatz-Erweiterung nutzen.

Entscheidend aus Sicht der Stiftung ist die Nachhaltigkeit eines Vorhabens. "Ideal ist, wenn sich die Projekte auch nach dem Auslaufen der Förderung fortsetzen lassen", sagt Warnke.

(RP)