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Rekord: Flughafen zählt 9,3 Millionen Fluggäste

Rekord : Flughafen zählt 9,3 Millionen Fluggäste

Der Flughafen will in diesem Jahr erstmals 20 Millionen Passagiere befördern. Im ersten Halbjahr legte der Airport um fast elf Prozent zu. Ein Grund: Lufthansa und Air Berlin bauen Drehkreuze aus und kämpfen um Platz eins.

Der Luftverkehr verlief im ersten Halbjahr dieses Jahres reibungslos: keine witterungsbedingten Ausfälle, keine Pilotenstreiks, keine Aschewolke über Europa. Das hat Folgen für den Flughafen Düsseldorf.

In den ersten sechs Monaten zählte Nordrhein-Westfalens größter Airport 9,3 Millionen Passagiere. Das ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein sattes Plus von 10,8 Prozent. Auch die Zahl der Starts und Landungen hat zugelegt, genau um 4,8 Prozent. Dieser Rekordwert für das erste Halbjahr nährt die Hoffnung des Unternehmens, in diesem Jahr erstmals die 20-Millionen-Passagiere-Marke zu knacken.

Im vergangenen Jahr kündigten die beiden größten deutschen Fluggesellschaften, Lufthansa und Air Berlin, an, den jeweils anderen am Airport Düsseldorf übertrumpfen zu wollen. Die Kranichlinie wollte Air Berlin bei den Passagieren übertrumpfen, Air Berlin strebt an, vor dem Einstieg in die Airline-Allianz "Oneworld" sein Streckennetz von Düsseldorf auszubauen.

Davon profitiert der Airport, weiß auch Flughafenchef Christoph Blume. "Durch unsere erfolgreiche Entwicklung zum Luftverkehrsdrehkreuz konnten wir unser Streckenportfolio in Düsseldorf konsequent ausbauen", sagt er. So stellen Lufthansa und Air Berlin mit hohen Wachstumsraten ein großes Verkehrsvolumen in Düsseldorf sicher. Beide Linien nutzen die Landeshauptstadt immer stärker auch als "Umsteige-Airport". Der Anteil dieses Umsteigeverkehrs ist seit 2008 jedes Jahr kontinuierlich auf mittlerweile fast elf Prozent vom Gesamtverkehr angewachsen.

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Die absolute Zahl an Umsteigern stieg allein im ersten Halbjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Prozent. Ein weiterer Grund für die steigenden Passagierzahlen: "Die Airlines setzen am Düsseldorfer Flughafen größere Flugzeuge ein, die noch besser ausgelastet sind. In dieser Entwicklung liegt unser Wachstum maßgeblich begründet", sagt Blume.

Lufthansa tauscht nach und nach seine gesamten kleinen City-Jets gegen größere Boeing 737 oder Airbus 319/320 aus. Und Air Berlin kündigte im Frühjahr an, die siebte Langstreckenmaschine am Rhein zu stationieren. Mit diesem zusätzlichen Airbus 330-200 will man Ziele in Nordamerika und Asien anfliegen. Im (lärm-)empfindlichen Umfeld des stadtnahen Flughafens regt sich erneut der Widerstand. "Nichts gegen die gute Wirtschaftlichkeit des Flughafens", sagt der Vorsitzende des Vereins "Bürger gegen Fluglärm", Christoph Lange, "aber die Starts und Landungen nach 22 Uhr, beziehungsweise 23 Uhr müssen endlich aufhören."

Die Umweltkapazität des Flughafens sei erschöpft, der Lärm für die Anwohner übertreffe selbst den am Airport Frankfurt. Die Wirtschaftlichkeit dürfe nicht zu Lasten der Anwohner gehen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So erhöhen die Airlines den Sitzkomfort