Projekt in Düsseldorf Verzögerung beim Bau des Lörick-Karrees

Düsseldorf · Aufgrund der aktuellen Lage soll derzeit keine wirtschaftliche Finanzierung möglich sein. Die Bezirksvertretung 4 stimmte deswegen für eine Verlängerung der Bauverpflichtung um zwei Jahre.

So soll das Lörick-Karree einmal aussehen.   Visualisierung: MISS3

So soll das Lörick-Karree einmal aussehen. Visualisierung: MISS3

Foto: MISS3, Tschechien

Die Baugenehmigung liegt schon seit April 2022 vor, trotzdem wird sich der Neubau des Lörick-Karrees verzögern. Der Grund: Die Rahmenbedingungen in der Immobilienwirtschaft für Baufinanzierung und Bauausführung sind derzeit problematisch und sollen deswegen keinen Baustart zulassen.

Aus Sicht der Investorin ist zurzeit für das Projekt an der Wickrather Straße keine wirtschaftliche Finanzierung möglich. Es sei mit mehreren Generalunternehmern verhandelt worden, doch aktuell würden die Vertragsangebote Gleitklauseln für die Weitergabe extremer Baukostensteigerungen enthalten, die sich sowohl auf Steigerungen der Einkaufspreise der Baumaterialien als auch auf den Einkauf der Bauleistungen von Subunternehmern beziehen. Aus diesem Grund sei es nicht möglich, den finanzierenden Banken einen konkreten kosten- oder zeitgemäßen Rahmen zu benennen, in dem eine Bauausführung umsetzbar wäre.

Deshalb wurde von der Investorin darum gebeten, die Bauverpflichtung um zwei Jahre bis zum 19. Dezember 2027 zu verlängern. Die Bezirksvertretung 4 stimmte als erstes politisches Gremium der Verlängerung einstimmig zu, „auch wenn es eine extrem bedauerliche Entwicklung ist“, wie etwa Bezirksvertreter Marco Staack von der SPD sagte. Die Investorin meint, dass die Situation zusätzlich durch eine fortschreitende Inflation und Finanzierungsauflagen der Bankenregulierung verschärft werde. Sie rechne aber mit einer Entspannung der Märkte ab dem zweiten Quartal 2023, sodass die Zinskonditionen dann eine „Umsetzung des Projektes ermöglichen“.

Auf dem Areal geplant sind Einzelhandels- und Gewerbeflächen inklusive Gastronomie sowie etwa 32 Wohnungen, von denen 13 Einheiten als öffentlich geförderter Wohnraum an das Seniorenwohnprojekt „Miteinander wohnen in Verantwortung“ vermietet werden sollen.

(gaa)
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