Familie Zell aus Stürzelberg sind engagierte Schützen

Schützenfest Stürzelberg: Alt und Jung der Familie Zell packen an

Großvater Jakob Zell ist Stürzelberger Ehrenbrudermeister und Krippenschnitzer, Vater Norbert Zell, Vorsitzender des Bundestambourcorps, hat mit seinem Sohn Jonas ein hölzernes Geschenk geschnitzt und übergeben.

Zum besonderen Jubiläum „150 Jahre St.-Aloysius-Schützenbruderschaft Stürzelberg“ gibt es besondere Geschenke. Und so hatten sich Norbert Zell, der Vorsitzende des Bundestambourcorps (BTC) Stürzelberg, und sein Sohn Jonas eine selbst erstelle Gabe ausgedacht, die sie am Sonntagmorgen beim Festkommers im Zelt Brudermeister Harald Lenden feierlich unter großem Applaus der Schützen und Gäste überreichten: Ein repräsentatives Holz-Schild zum Jubiläum.

Dieses „Hand in Hand“-Arbeiten mehrerer Generationen stellte Norbert Zell dann auch in seinen erläuternden Worten heraus: „150 Jahre Bruderschaft sind eine sehr lange Zeit, in der viele Generationen für die Bruderschaft gearbeitet haben“, würdigte Norbert Zell die engagierten Schützen aus der Vergangenheit bis zur Gegenwart. Mit Blick auf die Zukunft hatte er mit seinem Sohn Jonas die Idee, etwas Gemeinsames zum Jubiläum zu gestalten: „Mit Anleitung durch den Opa haben wir dann diese Bastelei gefertigt“, sagte Zell bescheiden über das tolle Geschenk, das sie aus Holz geschnitzt haben. Der Jonas’ Opa ist Ehrenbrudermeister Jakob Zell (90), der als langjähriger Krippenbauer Experte für Holzarbeiten. Ralf Levering hat für die glänzende Schutzschicht auf dem Holz die Farbe geliefert.

Ehrenbrudermeister Jakob Zell (r.) ist seit 71 Jahren Schütze. Foto: Carina Wernig

So bedankte sich Brudermeister Harald Lenden herzlich bei den beiden Mitgliederns des Bundestambourcorps Stürzelberg: „Wir werden im Schützenhaus einen guten Platz dafür finden“, sagte Lenden. Norbert Zell führte weiter aus: „Gemeinschaft, und damit eine Bruderschaft, funktioniert nur, wenn sich Jung und Alt respektieren, unterstützen und zusammen anpacken.“

Das Bundestambourcorps beim Festzug am Sonntag. Foto: Tinter, Anja (ati)
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Dafür ist die Familie Zell selbst das beste Beispiel, denn der Großvater von Jonas, Jakob Zell (90) war lange Jahre Brudermeister der Stürzelberger Bruderschaft und ist bereits seit 71 Jahren Schütze. Für die unglaublich lange Zeit von 70 Jahren als Mitglied der St.-Aloysius-Schützenbruderschaft Stürzelberg wurde Jakob Zell im Vorjahr ausgezeichnet – dieses Jahr waren es mit Heinz Hahn und Peter Meuter gleich zwei „70-er Schützen“, die geehrt wurden.

Auch CDU-Bundestagsabgeordneter Hermann Gröhe, der für seine Parteikollegin Heike Troles MdL die Ehrenplakette des Landes NRW zum Jubiläum überreichte, betonte die gesellschaftliche Kraft der Schützen: „Sie stiften hier Zusammenhalt im Rheindorf“, sagte Gröhe, der mit dem Schützenfest und Stürzelberg übrigens von Anfang an den Namen Jakob Zell verbindet, wie er erklärte: „Als ich vor 20 Jahren nach Stürzelberg kam, sagte man mir, ich solle zuerst zu Jakob Zell gehen, da sei ich gut aufgehoben.“

Bewegt nahm Norbert Zell am Sonntagmorgen gemeinsam mit dem ebenfalls sehr gerührten Manfred Falk die hohe Ehrung mit dem St.-Sebastianus-Ehrenkreuz (SEK) aus den Händen von Bezirksbundesmeister Andreas Kaiser entgegen. Da hatte Norbert Zells Vater Jakob leider gerade schon das Zelt verlassen – aber sein BTC spielte ihm zu Ehren noch ein Ständchen. Norbert Zell, der seit 1974 in der Bruderschaft aktiv ist, hat auch die Sanierung des Hochstands mit vorangetrieben, auch ansonsten packt er mit an, wenn Hilfe gebraucht wird. Seit 2015 ist er Vorsitzender des BTC. „Jakob – Norbert – Jonas Zell – Diese Familienreihe ist ein wunderbares Zeichen für weitergetragene Gemeinschaftsaufgaben in Stürzelberg“, sagte Andreas Kaiser. Auch das Königspaar Frank I. und Stefanie Perle gratulierten den Ausgezeichneten, ebenso Schirmherr Peter-Olaf Hoffmann, der selbst von seinen Bundespräsidiums-Kollegen mit dem Goldenen Stern zum SEK überrascht wurde.

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