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Dormagen: Elektroniker erfüllt sich Traum vom eigenen Café

Dormagen : Elektroniker erfüllt sich Traum vom eigenen Café

Nachdem Attilio Incitti viele Berufe ausgeübt hat, die ihn nicht glücklich machten, eröffnete er nun das Café Gusto an der Florastraße.

Wer es zu eilig hat, ist schnell vorbei und hat es vielleicht übersehen: das neue Café Gusto an der Florastraße. Mit diesem Café hat sich der in Horrem aufgewachsene Attilio Incitti einen Traum verwirklicht. Aus seiner Leidenschaft, dem Kaffee, hat er nun einen Beruf gemacht. "Schon als Kind habe ich Kaffee in kleinen Mengen trinken dürfen", erzählt der 43-Jährige. Er befasst sich gerne mit dem Thema Kaffee und der Technik der Kaffeemaschinen. "Neben dem Kaffeetrinken repariere und restauriere ich gerne Kaffeemaschinen. Ich würde mich schon fast als kaffeesüchtig bezeichnen", sagt er.

Ursprünglich machte er eine Ausbildung zum Elektroniker, übte diesen Beruf nach der Ausbildung jedoch nicht aus. "Das war einfach nichts für mich. Es war ein Beruf in den ich eher reingedrängt wurde, wirklich machen wollte ich das nicht", sagt er. Ausgeübt hat er stattdessen diverse andere Berufe. "Alle kriege ich jetzt nicht mehr zusammen", scherzt er, "aber ich habe im Messebau gearbeitet und mich auch einmal im Bereich Bautechnik selbstständig gemacht."

Nun ist er seit Ende September ein staatlichanerkannter Barista und Sommelier. "Ich will auf jeden Fall ein weiteres Barista Level erreichen und meinen Barista Maestro machen", sagt Attilio Incitti. Dafür müsste er dann eine Prüfung in England ablegen. Das Café Gusto nun sei sein Traum. Vor allem, weil er alles im Café selber gebaut hat. "Ich habe den Raum vorher maßstabsgetreu auf Millimeterpapier aufgezeichnet und ihn dann ein Jahr lang selber so gebaut", sagt er stolz. Dazu hat er gebrauchte Materialien benutzt. "Die Theke war mal ein Holzregal und das Wandregal war ursprünglich mal ein Schreibtisch", erzählt er. Aus einer zwei Meter langen Tafel hat er zudem drei kleine Tische gebastelt. "Ich finde es toll, wenn man aus alten Materialien etwas Neues machen kann", sagt er. Selbst die Schrauben seien gebraucht, die er gesammelt und jede einzelne selber verarbeitet hat. Das kleine Café sollte möglichst familiär und gemütlich wirken. So hat er im hinteren Bereich des Lokals beispielsweise ein Wohnlokal eingerichtet. Neben einem großen Esstisch gibt es dort noch eine große Couch. "Hier finden öfters kleinere Akustikkonzerte statt", sagt Attilio Incitti. Platz sei dann für etwa 30 Personen.

Was das Essen und die Getränke betrifft, so setzt Attilio Incitti ganz auf Bioware. "Mir ist wichtig, dass die Produkte aus der Region kommen und Bioqualität haben. Auch bei meinen Kaffeesorten achte ich darauf, dass sie Bioland-Qualität haben und hochwertig sind."

Für die Zukunft wünscht er sich, dass das Lokal noch besser läuft. "Wir haben zwar schon einige Stammgäste, aber es wär gut, wenn es noch mehr werden würden", sagt er. Vor allem müsste er dann nebenbei nicht mehr auf Messen im Bereich Montage arbeiten. Sein neuestes Projekt ist ein mobiles Café. Bei diesem Cateringservice werden Kaffee und kleine Snacks für Veranstaltungen angeboten.

(NGZ)