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Dormagen: Sportgutscheine für Erstklässler

Sportausschuss entscheidet : Sportgutscheine für Dormagener Erstklässler

Der Sportförderung der Kinder in Dormagen wollen die lokalen Politiker einen weiteren Baustein hinzufügen. Als eine sehr gute Nachricht Empfang dementsprechend auch Detlev Zenk den klar formulierten Willen des Sportausschusses, Erstklässlern Gutscheine für Sportvereine auszugeben.

„Das ist die klare Absicht aller im Ausschuss“, sagte der Vorsitzende. Er ist Mitinitiator des entsprechenden Antrags der SPD-Fraktion, der im nächsten Schritt im Jugendhilfeausschuss beraten werden soll. Mit diesen Sportgutscheine sollen die Dormagener Erstklässler zwölf Monate lag ohne Entgelt in einem Club trainieren können.

Die Hoffnung, die dahinter steckt: Die Kinder sollen fitter werden und sich – einmal auf den Geschmack gekommen – auch über das Jahr hinaus an einen Verein binden. Der Organisationsgrad von Jungen und Mädchen in Sportvereinen nehme immer weiter ab, argumentiert Zenk. Gleichzeitig würden Bewegungsdefizite mit all ihren negativen Auswirkungen schon bei Kindergarten- und Grundschulkindern wachsen. „Eine besorgniserregende Entwicklung“, nennt Zenk das. Und folgert: „Wir müssen gemeinsam mit den Sportvereinen Wege finden, diesem Trend entgegenzuwirken.“ Außerdem sei Dormagen als Sportstadt bekannt. „Und schon deshalb muss es unser Ziel sein, die Kinder in das lokale Angebot einzubinden.“

  • Vorschlag der SPD Dormagen : Sportgutscheine für Erstklässler
  • Duisburg : Sportgutscheine für 4000 I-Dötzchen
  • Sportvereine in Grevenbroich : SPD-Fraktion schlägt Sportgutscheine für Kinder vor

Die Idee ist nicht neu, denn auch in anderen Städten gibt es ein solches Angebot bereits, zum Beispiel in Duisburg oder im Hochsauerlandkreis. Das dortige Vorgehen soll die Verwaltung, so der Auftrag der Sportpolitiker, näher prüfen, weil es ein Vorbild für Dormagen sein kann. Dort werden Gutscheine für eine halbjährige kostenlose Mitgliedschaft in einem Sportverein bereits im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen – also noch während der Kindergartenzeit und im Rahmen eines ohnehin schon bestehenden Verfahrens – verteilt. Die Verwaltung schlägt jetzt vor, in Abänderung des SPD-Antrags, den Stadtsportbund auf dieses Projekt des Hochsauerlandkreises aufmerksam zu machen und zu prüfen, ob eine Zusammenarbeit gewünscht und möglich ist. Eine Umsetzung ist zu den Schuleingangsuntersuchungen 2019/2020 gewünscht. Sportbund-Vorsitzender Claus Radke signalisierte bereits Unterstützung: „Eine gute Initiative“, befand er, „wir werden mit den Vereinen darüber sprechen.“ Für die könnte sich der Effekt ergeben, auf diesem Weg neue Mitglieder zu gewinnen.

(schum)