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Ortsteilgespräch Ramrath: Auf Hellenbergstraße wird zuviel geparkt

Ortsteilgespräch Ramrath/Villau : Auf Hellenbergstraße wird zuviel geparkt

Beim Ortsteilgespräch zeigten Ramrather und Villauer viel Interesse am Gespräch mit der Verwaltung.

Weniger als 700 Menschen leben im Doppeldorf Ramrath-Villau, doch so gut besucht wie das dortige Ortsteilgespräch war noch kaum eines seiner bislang zehn Vorläufer. Mehr als 50 interessierte Bürger fanden sich hierzu auf dem Gelände des Tennisvereins Hoeningen ein - womit schon ein Problem des Ortes angesprochen ist. Seit die Gaststätte „Am Pömpche“ vor einigen Jahren den Betrieb aufgegeben hat, gibt es in Ramrath oder Villau keinen größeren öffentlichen Raum, in dem sich derartige Versammlungen abhalten ließen. Auch ein - deutlich leichter einzurichtender - Treffpunkt für Jugendliche stand ebenso auf der Wunschliste der Bürger, wie eine Renovierung des Spielplatzes und dessen Ausstattung mit neuen Spielgeräten.

Als besonders drängende Probleme werden vor allem die innerörtliche Verkehrssituation und der ÖPNV empfunden. Peter Roßbach, Vorsitzender des Schützenvereins, forderte Park-, beziehungsweise Halteverbote auf der Hellenbergstraße: „Je nach Tageszeit“ sei hier fließender Verkehr kaum möglich. Roßbach tritt zudem wie manch andere Bürger für regelmäßige und häufigere Kontrollen vor Ort ein.

Angesichts etlicher Kinder, die Schulen in Neuss besuchen, regte Michaela Roesberger den Einsatz anderer, beziehungsweise größerer Schulbusse an. Bisher sei die Situation so, dass in den aus Grevenbroich kommenden Bussen „die Schüler spätestens ab Ramrath stehen müssen“, sagte sie. Auf entsprechende Vorschläge habe der Busverkehr Rheinland (BVR) bislang nicht reagiert. Ihre Bitte: Die Gemeinde möge nun ihrerseits versuchen, beim BVR für Abhilfe zu sorgen. Auch das Zuparken von Bushäuschen war ebenso  eines der in Sachen Verkehr angesprochenen Probleme, wie der an Wochenenden nur ganz spärliche Busbetrieb.

Baugebiete plant die Gemeinde zwischen der Kreisstraße 27 und dem Gillbach einerseits sowie an der Schnittstelle von K 27 und der Straße „Im Limche“. Bürgermeister Martin Mertens hält eine Realisierung innerhalb der nächsten fünf Jahre für denkbar.

Durchaus früher könnte es einen (Natur-)Kindergarten geben, für den Mertens die Ramrather Wiese ins Auge fasst. Dies soll freilich die einzige Bebauung bleiben, wie er versichert. Solvey Friebe, die 2011 eine groß angelegte Unterschriftenaktion initiiert und damit die Wiese vor einer Bebauung „gerettet“ hatte, hätte gegen einen dort platzierten Kindergarten keine Bedenken, vorausgesetzt, „es bleibt auch noch genügend Wiese übrig.“