Dormagen-Hackenbroich: Leibniz-Schüler holen „DIGIYOU“-Preis

Dormagener erfolgreich : Leibniz-Schüler holen „DIGIYOU“-Preis

Im Landes-Wettbewerb um Digitalkompetenz von Schülern punkteten die Hackenbroicher Schüler mit einem anspruchsvollen Thema im Bereich der Quantenphysik. Dafür gab es tausend Euro.

Großer Erfolg für Schüler des Leibniz-Gymnasiums in Hackenbroich: Beim Schulwettbewerbs „DIGIYOU – Digitalisiere Deine Zukunft!“ gehören sie zu den drei Siegerschulen. Eine Jury die drei besten Projekte in der NRW-Bank ausgezeichnet. 15 Schülergruppen aus Nordrhein-Westfalen hatten bei dem landesweiten Wettbewerb Ideen entwickelt, mit denen sie den digitalen Wandel gestalten möchten. Gewinner sind die Schüler des städtischen Gymnasiums St. Leonhard und des Kaiser-Karls-Gymnasiums aus Aachen sowie eben die Schülergruppe des Leibniz-Gymnasiums. Die Gewinner erhielten jeweils 1.000 Euro. „Eine toller Erfolg, über den wir uns an der Schule sehr freuen“, sagte die für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortliche Lehrerin Britta Flamm. Der Wettbewerb steht unter der Schirmherrschaft des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen und wird von der NRW-Bank und der „Die Bildungsgenossenschaft – Beste Chancen für alle eG“ initiiert.

Selbstgedrehte Erklärvideos zu Rechenaufgaben, eine Wetterstation mit digitalen Umweltdaten, eine App für den Sportunterricht – das waren nur einige der innovativen Ideen von Schülergruppen. Das Gymnasium St. Leonhard überzeugte mit dem Projekt „Leo Mirror“, einem Spiegel, der Personen erkennen und sie mit individualisierten Nachrichten versorgen kann. Gewonnen hat außerdem das Kaiser-Karls-Gymnasium aus Aachen mit einem Gewächshaus, das Pflanzen automatisch pflegt und dabei aktuelle Wetterdaten berücksichtigt.

Inhaltlich anspruchsvoll war das Projekt des Leibniz-Gymnasiums unter dem Titel „Quantenkryptographie – die Verschlüsselungstechnologie der Zukunft“. Daran beteiligt sind Anna Behrmann, Lara Esser, Marvin Kaiser, Erik Feltgen und Timo Reichert – alle aus der Q2, also dem Abi-Jahrgang. Betreut werden sie von Physiklehrer Jörn Schneider. Dabei es geht um ein Projekt aus der Quantenphysik, an dem die fünf Schüler schon seit der E-Phase, dem ersten Jahr der Oberstufe, arbeiten. In der Quantenphysik geht es generell um Wege der sicheren Übertragung von digitalen Schlüsseln. Das sind Verfahren, an denen Banken, der Handel, Internetprovider, Versicherungen etc. interessiert sind. „Im Moment wird in diesem Bereich viel geforscht, in der Praxis gibt es jedoch bisher nur Insellösungen, die noch nicht kommerziell nutzbar sind“, sagt Jörn Schneider. In dem Versuchsaufbau, für den die Schüler ausgezeichnet wurden, geht es um einen Versuchsaufbau, mit dem die die Quantenkryptographie automatisiert, also mit Motoren und Steuerungen mechanisiert werden soll. Die 1000 Euro werden verwendet, um das Experiment ständig weiterzuentwickeln. Als nächster Schritt wird eine Glasfasereinkopplung ins Auge genommen, das heißt eine Einspeisung ins Glasfasernetz, so dass die entwickelten Verfahren anwendbar sind.

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