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Dormagen: 421 Straftaten weniger als 2016

Dormagen : 421 Straftaten weniger als 2016

Polizei stellt Kriminalitätsstatistik für Dormagen 2017 im Hauptausschuss vor.

Die bekannt gewordenen Straftaten in Dormagen sind im Jahr 2017 um 421 auf 3888 zurückgegangen. "Das ist der tiefste Wert in den vergangenen fünf Jahren", sagte Martin Kloep, stellvertretender Leiter der Polizeiwache Dormagen, der den Kriminalitätsbericht für das Stadtgebiet in der Hauptausschuss-Sitzung erläuterte. "Damit liegen wir im kreisweiten und auch bundesweiten Trend", so Kloep. Die Gesamtaufklärungsquote sank leicht um 0,2 Prozentpunkte von 51,9 auf 51,7 Prozent.

Auch die Zahl der Diebstähle liegt mit 1585 auf einem Fünf-Jahres-Tiefstwert. 2016 waren es noch 1734 Diebstähle, im Jahr davor sogar 1889. Gleichzeitig konnte die Aufklärungsquote von 17,4 (im Jahr 2015) über 18,6 (2016) auf 21,2 Prozent (2017) stetig gesteigert werden.

Auffällig ist dabei, dass die Zahlen der Wohnungseinbrüche (von 156 auf 216), Fahrraddiebstähle (von 280 auf 345) und des Autoklaus (von 17 auf 28) gestiegen sind, während in den Bereichen Diebstahl aus Autos (von 360 auf 222) und von Krafträdern (von 26 auf 22) die Zahlen gesunken sind. Der stellvertretende Leiter der Polizeiwache erinnerte angesichts der um 60 Fälle stark gestiegenen Zahl der Wohnungseinbrüche daran, dass der Wert 2016 mit 156 auf einem absoluten Tiefpunkt gelegen hätte: "Da war klar, dass die Zahlen für 2017 sicher steigen würden." Dass bei den Wohnungseinbrüchen die Aufklärungsquote von 12,2 auf 30,1 gesteigert werden konnte, lag laut Kloep unter anderem auch daran, dass die Polizei einige Tatverdächtige festnehmen konnte, die gleich für mehrere Taten verantwortlich waren: "Das lässt die Quote natürlich steigen."

Generell sei die Polizei mit den steigenden Zahlen der Einbrüche und Fahrraddiebstähle "natürlich nicht glücklich", wie Kloep ausführte: "Wir versuchen, mit Beratung der Bewohner für mehr Sicherheitssysteme zu werben und vermehrt Streife zu fahren", wies er darauf hin, dass die Polizei konzeptionell darauf reagieren möchte. "Hinweise aus der Bevölkerung sind wichtig für die Aufklärung von Straftaten", ermutigte er dazu, die 110 zu wählen, wenn etwas Verdächtiges bemerkt werde: "Die Festnahmen nach Einbrüchen in Geschäfte gelangen nach Hinweisen von Bürgern", betonte er.

Bei der Statistik der Gewaltkriminalität - Straftaten gegen das Leben, Vergewaltigung, Raub, gefährliche und schwere Körperverletzung oder Vergiftung - ist mit 179 Delikten ein leichter Anstieg zum Vorjahr festzustellen, als 173 gezählt wurden. Dafür stieg die Aufklärungsquote von 74,0 auf 82,1 Prozent. "Von den 147 geklärten Fällen wurden viele Gewalttaten in Beziehungen begangen, so dass der Täter bekannt war", erklärte Martin Kloep diese hohe Aufklärungsquote.

Bei der Straßenkriminalität ergab sich ein Rückgang um 105 Delikte auf 1067. Auch dabei handelt es sich um den tiefsten Wert seit 2013. Zugleich konnte die Aufklärungsquote von 15,7 auf 17,8 Prozent erhöht werden. Bei den Betrugsfällen wurden 2017 mit 466 Delikten im Vergleich zum Vorjahr 142 weniger angezeigt. Die Aufklärungsquote sank jedoch von 73,5 auf 62,5 Prozent.

(NGZ)