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NRW-Verfassung Linke wollen Gottesbezug streichen

Düsseldorf · Die Schulen in NRW sollen ihre Erziehung künftig nicht mehr an den christlichen Werten orientieren. Das sieht ein Antrag der Linkspartei im Düsseldorfer Landtag vor, der Donnerstag im Plenum beraten werden soll.

 Die Linken-Abgeordnete Gunhild Böth wurde 2010 im zweiten Anlauf zur Vizepräsidentin im Landtag gewählt.

Die Linken-Abgeordnete Gunhild Böth wurde 2010 im zweiten Anlauf zur Vizepräsidentin im Landtag gewählt.

Foto: dapd

Die Partei hat einen Gesetzesentwurf für eine entsprechende Änderung der Landesverfassung vorgelegt. In Artikel 7, Absatz 1 heißt es: "Ehrfurcht vor Gott, Achtung der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung." Die Linke will "Ehrfurcht vor Gott" streichen.

Der monotheistische Gottesbezug passe nicht eine bunte, multireligiöse Gesellschaft, sagte Gunhild Böth, Abgeordnete der Linken, unserer Redaktion.

Karl-Josef Laumann, Sprecher der CDU-Fraktion, erteilte dem Plan eine Absage — die Forderung der Linken sei "abstrus und dreist".

Die grüne Schulministerin Sylvia Löhrmann sagte: "Der Antrag der Linken verkennt, dass der Gottesbezug keine Festlegung auf eine bestimmte Religion ist. Insofern glaube ich nicht, dass es eine Mehrheit für den Antrag geben wird."

(RP/pst/das)
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