"Grotifant" will Carsten Nulle anzeigen: KFC-Fortuna: Gibt's mal ein Versöhnungsspiel?

"Grotifant" will Carsten Nulle anzeigen: KFC-Fortuna: Gibt's mal ein Versöhnungsspiel?

Krefeld (rpo). Es wird noch ein bisschen nachklingen, dieses Pokalspiel gegen Fortuna Düsseldorf. Am Rande der Partie wurde Emotionen freien Lauf gelassen, so dass in beiden Lagern Bitterkeit zurück bleibt über das eine oder andere, das nun wahrlich nichts mit sportlichem Fairplay zu tun hat. KFC-Teamchef Wolfgang Maes ("Ich war vor dem Spiel, während des Spiels, und danach ganz ruhig. Es bringt doch nichts, wenn keiner kühlen Kopf bewahrt") versteht nicht, weshalb es zwischen diesen beiden Vereinen bzw. ihren Fans so brodelt.

Ein Beispiel für das Negative an diesem Abend: Maskottchen Grotifant ist kurz nach dem Spiel, noch auf dem Platz, von Fortuna-Torwart Carsten Nulle mit einem klassischen Boxhieb zu Boden gestreckt worden. Dafür gibt es jetzt Zeugen. Der Mann in seiner Pappkluft will, so Teamchef Wolfgang Maes, den Keeper anzeigen. Gentlemanlike war auch nicht der Stinkefinger, den Düsseldorfs Trainer Massimo Morales gleichermaßen rechts wie links gezeigt haben soll. Dem steht indes eine gewisse "Unruhe" gegenüber, die die Düsseldorfer Bank gegen sich empfunden hat. Und wenn der Mannschaftsbus der Gäste von Uerdinger Fans bei der Abfahrt blockiert worden ist, ist das auch nicht die feine Art.

Vielleicht gibt's ja mal ein "Versöhnungsspiel" zwischen dem KFC und Fortuna zugunsten einer guten Sache im Sport. Quasi als Wiedergutmachung . . .

Das rein sportliche Ergebnis dieses Abends sieht Wolfgang Maes durchaus positiv. "Das einzige, was uns fehlte, war ein Tor", haderte er mit dem Fußballgott. Für Maes war es kein verdienter, sondern ein glücklicher 1:0-Sieg der Fortuna. " Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen", sagte er, " sie hat alles gegeben, hat alles probiert, hat sich zerrissen. Wenn wir nur in den ersten 20 Minuten, als wir durch Dustin Heun und Benjamin Baltes Torchancen hatten, etwas mehr Kaltschnäuzigkeit gezeigt hätten, abgezockter und abgebrühter gewesen - wir wären in Führung gegangen". Nein, auf die nächsten Meisterschaftsspiele werde sich diese Niederlage nicht negativ auswirken.

"Keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen"

Maes: "Wir haben keinen Grund, den Kopf hängen zu lassen. Es hat, obwohl wir gut gespielt haben, mal nicht geklappt. Zu erklären ist das nicht. So ist nun mal Fußball". Kommenden Samstag (16 Uhr) geht es beim Linner SV in Freundschaft weiter, bevor dann am übernächsten Samstag die Amateure von Hertha BSC zur Grotenburg kommen. Bis dahin dürfte Stephan Paßlack seine Rückenbeschwerden auskuriert haben, die er sich am Dienstag einhandelte. Er konnte gestern nicht auslaufen und wurde mit einer Spritze behandelt. Chrissovalantis Anagnostou, der gegen seinen früheren Club Fortuna ( A-Jugend und 1. Mannschaft) unbedingt spielen wollte, hat seine Knöchelprobleme überwunden und vorgestern einmal mehr gezeigt, wie wichtig er für den KFC ist.

(Rheinische Post)
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