1. FC Köln: Lukas Podolski begeistert von Jonas Hectors Entscheidung

"Geile Aktion" : Podolski begeistert von Hectors Entscheidung

Weltmeister Lukas Podolski hat Nationalspieler Jonas Hector für seine Vertragsverlängerung beim designierten Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln gelobt. Auch andere frühere FC-Stars ziehen vor Hector den Hut.

"Das ist eine geile Aktion", sagte der beim japanischen Klub Vissel Kobe spielende "Prinz Poldi" dem "Express" und sagte voraus: "Ich glaube nicht, dass er dadurch große Probleme bei Joachim Löw bekommt. Ich kenne den Bundestrainer, er schätzt so etwas."

Hector hatte seine Ausstiegsklausel trotz Interesses des FC Bayern und von Borussia Dortmund nicht genutzt, geht mit dem FC in die 2. Liga und verlängerte seinen ohnehin bis 2021 laufenden Vertrag noch mal um zwei Jahre.

Auch andere ehemalige Vereinsgrößen sind begeistert von dem Zeichen. "Ich finde das sensationell von dem Jungen. Er ist mit dem Herzen beim Verein, die Tränen nimmt man ihm ab", sagte der 1990er-Weltmeister Pierre Littbarski: "Dass er sich entschieden hat, diesen Weg mitzugehen - davor ziehe ich den Hut." Bodo Illgner sagte: "Das sind tolle Nachrichten in düsteren Zeiten."

Christoph Daum, der den FC zweimal trainiert hat, sagte der "Sport Bild": "Ich glaube, er hat sich das sehr gut überlegt und hat auch sicher mit dem Bundestrainer darüber gesprochen." Dennoch sei das "was ganz Außergewöhnliches, diese Verbundenheit in dieser Form auszudrücken und es ist ein Signal für die Fans".

Zur eklatanten Talfahrt seines Ex-Klubs Köln meinte Daum: "Im Moment des größten Erfolges wurden einige Fehler in der Analyse und in der Aufarbeitung gemacht." Man müsse immer wieder nach Verbesserungen streben und da seien einige Dinge unterlassen worden, "woraus sich eine Fehlerkette ergeben hat", so der 64-Jährige: "Aber ich will hier keinen an die Wand nageln! Ich habe es auch nicht verstanden, warum man Jörg Schmadtke (Ex-Manager des 1. FC Köln), der hervorragende Arbeit geleistet hat, dort hat im Regen stehen lassen. Er war sicher nicht der Alleinschuldige."

(dpa)
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