Krefeld Pinguine: Spieler besuchen Friedrich-Spee-Gymnasium in Geldern

Krefeld Pinguine : Eishockey-Stars zum Anfassen

Niklas Treutle und Herberts Vasiljevs, die in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) für die Krefeld Pinguine spielen, haben das Friedrich-Spee-Gymnasium in Geldern besucht. Dabei erklärten sie den Schülern den Eishockey-Sport von A bis Z.

In Zeiten sportlichen Misserfolgs kann Ablenkung gelegentlich nicht schaden. Während es für die Krefeld Pinguine in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) wahrlich nicht rund läuft, war der Besuch von Herberts Vasiljevs und Niklas Treutle am Friedrich-Spee-Gymnasium in Geldern ein voller Erfolg. Die beiden Star-Spieler standen den Schülerinnen und Schülern der fünften und sechsten Klassen Rede und Antwort. Mehr als 50 Kinder und Eltern hatten sich im Forum versammelt und warteten mit Spannung auf die Gäste aus Krefeld.

Organisiert hatte den Besuch Lehrer Markus Cremer, der selbst regelmäßig im Krefelder "Königpalast" zu Gast ist. "Das Interesse der Kinder ist auch dieses Jahr wieder groß. So erhält der Eishockey-Sport die Wertschätzung, die er verdient. Und das Ganze wirkt auch auf den Unterricht zurück", so Cremer.

Damit bezog er sich auf ein begleitendes Projekt zum Thema Journalismus und die Zusammenarbeit zwischen der medizinischen Abteilung der Krefelder Pinguine und dem Fach Biomedizin.

Nach stimmungsvollem Beginn mit dem "Lied der Pinguine" erklärte Schüler Max Schäfer, der seine Schlittschuhe für die Füchse aus Duisburg schnürt, den Schülern die verschiedenen Kleidungs- und Ausrüstungsgegenstände. Vom Helm, der Gesicht und Kopf schützen muss, über Rücken und Brustprotektoren bis hin zu den möglichst leichten Schlittschuhen war alles vorhanden und durfte von den Kindern angeschaut und ausprobiert werden.

Anschließend stand Regelkunde auf dem Stundenplan. Es gab Videos zu sehen, die weitere Aufklärungsarbeit leisteten. Was ist ein Bully und wie funktioniert eigentlich die Abseitsregel im Eishockey? Solche und weitere Fragen wurden den wissbegierigen Kindern beantwortet.

Anschließend wurden Torhüter Niklas Treutle, mit immerhin zwei NHL-Spielen in der Vita, und Mannschaftskapitän Herberts Vasiljevs (unter anderem über 100 Länderspiele und dreimaliger Olympiateilnehmer für Lettland) begrüßt. Trotz der sportlichen Misere der Pinguine war die Stimmung bei den Gästen gut. Besonders der erfahrene und viel gereiste Vasiljevs wusste für den einen oder anderen Lacher zu sorgen. Die Vorlagen dafür lieferten die Schüler, die mit großem Eifer journalistisch tätig wurden und die Spieler etwa nach größten Erfolgen, Verdienstmöglichkeiten, Strafen und Verletzungen fragten. Im Hinblick auf die Positionsauswahl gestand Teamkapitän Vasiljevs scherzhaft: "Ich war damals zu faul, nach hinten zu laufen, deswegen bin ich Stürmer geworden. Niklas war zu faul nach vorne zu laufen." Am Sonntag beim Heimspiel des KEV gegen die Adler Mannheim war von Faulheit allerdings nichts zu sehen. Ebenso wie seine Teamkameraden mühte sich der Kapitän nach Kräften. Doch trotz der Anfeuerungsrufe der Gelderner Schüler, die das Spiel besuchten, sollte den Krefeldern kein Heimsieg gelingen. Am Ende stand eine 2:5-Niederlage zu Buche.

(jhei)