Krefeld Pinguine: Spieler der Pinguine reden in der Kabine Klartext

Krefeld Pinguine : Spieler der Pinguine reden in der Kabine Klartext

Am Dienstag traf sich das Team zu einer Aussprache. Dabei kam laut Kapitän Vasiljevs alles auf den Tisch. Heute sind die Schwarz-Gelben in Bremerhaven zu Gast. Die Verantwortlichen der GmbH stärken Fritzmeier den Rücken.

Ein Gewitter mit Blitz, Donner und Hagel reinigt in der Regel die dicke Luft. Ob es in der Kabine der Pinguine gestern laut wurde, ist nicht bekannt. Dort wurde allerdings Klartext geredet, wie Herberts Vasiljevs gestern bei der Pressekonferenz für das heutige Auswärtsspiel in Bremerhaven erklärte. Es sei alles auf den Tisch gekommen, was sich in der jüngsten Vergangenheit so aufgestaut habe. "Wir müssen einen Weg finden, daraus zu kommen. Die Probleme müssen besprochen und Lösungen gefunden werden. Wir haben angesprochen, was wir besser machen müssen. Ob das was geholfen hat, werden wir sehen", sagte der Kapitän.

Neben Herberts Vasiljevs waren auch Tim Hambly und Daniel Pietta erschienen, um neben dem von Stadionsprecher Kristian Peters-Lach verfassten Offenen Brief des Teams an die Fans auch gegenüber den Medien eine Stellungnahme zu der momentan unbefriedigenden Situation abzugeben. "Ich verstehe die Fans. Es ist für jeden hart, der dabei ist. Aber wir müssen Teamgeist beweisen. Krefeld hat top Fans, die wir brauchen. Sie müssen hinter uns stehen und uns helfen", sagte Hambly. Genaue Gründe für die vielen Niederlagen auf eigenem Eis konnte der Verteidiger nicht nennen. Sicherlich sei eine Verunsicherung zu spüren: "Wir sind aber Profis und müssen zusehen, dass es besser läuft. Heute ist bei unserer Aussprache alles auf den Tisch gekommen, danach hatten wir seit langer Zeit das beste Training. Jetzt liegt es an uns, das in den Spielen zu beweisen." Die Gelegenheit dazu bietet sich gleich heute im Auswärtsspiel in Bremerhaven. "Wichtig ist, dass wir als Team spielen. Meine Aufgabe ist es vorzugeben, wie wir spielen. Aber jeder einzelne muss sich daran halten. Erfolg können wir nur als Team haben. Wir wissen, wie es geht und haben das auch schon gezeigt", erklärte Franz Fritzmeier.

Das erste Duell der Artgenossen an der Nordsee gewannen die Krefelder mit 5:2. Im König-Palast unterlagen sie mit 1:3. "Das waren zwei unterschiedliche Spiele. In Bremerhaven war es sehr eng. Am Ende haben wir konsequent unsere Chancen genutzt. Zu Hause war es ein komisches Spiel. Da sind wir 60 Minuten angerannt und hatten viele Torchancen", sagte der Trainer. Heute fordert er eine sichere Defensive: "Wir wissen, dass Bremerhaven sehr konterstark ist. Wir müssen Ruhe bewahren, in der eigenen Zone nichts anbrennen lassen, schnell hinten raus spielen und die Fehler des Gegners nutzen." Ferner müsse seine Mannschaft intensiver spielen und näher am Mann sein: "Dazu muss die Basis stimmen. Jeder muss sein Bestes geben und so der Mannschaft helfen. Dann werden wir zwar nicht jedes Spiel gewinnen, aber einige." Die Reihen bleiben gegenüber der Niederlage am Sonntag in Wolfsburg unverändert. Neben Thomas Supis fällt auch Dragan Umicevic weiter aus. Im Tor steht wieder Patrick Galbraith.

Geschäftsführer Karsten Krippner nahm gestern Stellung zu der jüngsten Kritik der Fans: "Wir nehmen die Kritik sehr ernst und setzen uns damit auseinander. Wir sind immer für den Dialog mit den Fans. Die Kritik ist erlaubt, darf aber nicht in Häme umschlagen. Dann ist sie sicherlich nicht mehr förderlich für die Mannschaft. Daher appellieren wir, dass wir am Spieltag den siebten Mann hinter uns stehen haben." Nach Rücksprache mit dem Aufsichtsrat und den Gesellschaftern erklärte Krippner, dass der Trainer in keiner Weise zur Diskussion stehe und das volle Vertrauen der Verantwortlichen der Krefeld Pinguine genieße: "Wir wollen gemeinsam den Weg gehen. Damit fangen wir morgen in Bremerhaven an. Das ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen."

(RP)