Krefeld Pinguine: Pinguine lassen sich zu leicht auskontern

Krefeld Pinguine : Pinguine lassen sich zu leicht auskontern

Auch wenn die Krefelder gestern im Auswärtsspiel in Iserlohn ein gleichwertiger Gegner waren, ließen sie erneut zu viele Torchancen aus und vernachlässigten die Defensive. Nur Geburtstagskind Daniel Pietta traf beim 1:4.

Die Krefeld Pinguine befinden sich weiter im Tal der Tränen. Aus dem Vorhaben, nach dem mageren Punktgewinn am Mittwoch in Bremerhaven gestern in Iserlohn den Bock endlich umzustoßen, wurde nichts. Insgesamt waren die Schwarz-Gelben im ausverkauften Stadion aber nicht die schlechtere Mannschaft. Sie präsentierten sich durchaus kämpferischer, lauffreudiger und aggressiver als zwei Tage zuvor an der Nordsee. Doch es fehlte erneut die Effektivität im Angriff. Dazu ließen sich die Schwarz-Gelben drei mal eiskalt auskontern. Durch die 1:4-Niederlage rutschen die Krefelder auf Platz 12 ab. Der Druck auf Trainer Franz Fritzmeier nimmt weiter zu. Vielleicht gelingt dem Team ja morgen im Heimspiel gegen Adler Mannheim (14 Uhr) mit der Unterstützung der Fans der ersehnte Befreiungsschlag. Denn als krasser Außenseiter können die Pinguine befreit aufspielen.

Trotz einiger Staus waren die Pinguine noch recht pünktlich am Seilersee eingetroffen. Wie befürchtet saß Christian Kretschmann wegen einer Fußverletzung nicht mit im Mannschaftsbus. Dagegen war Marcel Müller mit an Bord. "Iserlohn ist personell sicher etwas besser besetzt wie wir. Wenn wir hier punkten wollen, müssen wir defensiv gut stehen, unser Torhüter muss einen sehr guten Tag erwischen und wir müssen unsere Torchancen nutzen. Ich erwarte, dass unsere Führungsspieler Akzente setzen und endlich auch mal treffen. Abgesehen von Schimmis Tor in Bremerhaven ist unsere erste Reihe seit fünf Spielen ohne Tor", sagte Franz Fritzmeier vor dem Auftaktbully.

Kaum hatte der Trainer hinter der Band Platz genommen, da traf ihn fast der Schlag. Denn nach nur 104 Sekunden musste sich Torwart Niklas Treutle, der wieder mal den Vorzug erhielt, geschlagen geben. Er hatte beim Schuss von Down keine Abwehrchance. Die Pinguine steckten den frühen Rückschlag prima weg. Die Roosters hatten bis zur Pause keine klare Torchance mehr. Dagegen vergaben Geburtstagskind Daniel Pietta, der gestern 30 Jahre alt wurde, und Marcel Müller (18.) je eine Chance zum Ausgleich. Auch im zweiten Drittel waren die Pinguine einem Treffer näher als die Hausherren. Doch Daniel Pietta und Marco Rosa scheiterten an Torwart Pickard. Das Glück blieb auf Seiten der Roosters. Friedrich erhöhte mit einem platzierten Schuss ins lange obere Eck auf 2:0 (27.). Maxi Faber hatte den Torschützen zu spät attackiert, Treutle sah den Puck ziemlich spät. Knapp vier Minuten später war für den Krefelder Torwart die Arbeitszeit zu Ende. Denn in Unterzahl hatte er den dritten Treffer hinnehmen müssen. Eine Schuld traf ihn an allen Treffern zwar nicht, doch Trainer Fritzmeier nahm seine Auszeit und wollte mit dem Torwartwechsel ein Zeichen setzen. Und das klappte. Denn Pietta traf aus sehr spitzen Winkel mit einem Rückhand-Kunstschuss (34.). Anschließend drängten die Krefelder auf den Anschlusstreffer. Der fiel bis zur zweiten Pause nicht. Stattdessen fingen sich die Schwarz-Gelben zehn Sekunden bei einem erneuten Konter den vierten Treffer. Nachdem Mikko Vainonen einen Schuss geblockt hatte, wusste Galbraith für eine Zehntelsekunde nicht, wo der Puck war. Capurosso war zur Stelle und erhöhte auf 4:1.

Auch im letzten Drittel ließen die Pinguine nichts unversucht, es noch mal spannend zu machen. Rosa und Mancari scheiterten an Pickard. Hambly traf das Außennetz. Sechs Minuten vor dem Ende kassierten die Roosters ihre erste Strafe. Auch in Überzahl fanden die Pinguine im sehr starken Torwart Pickard ihren Meister, diesmal scheiterte Martin Schymainski.

(RP)
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