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Zivilgesellschaftliches Bündnis für besseren öffentlichen Nahverkehr

Mobilitätswende : Bündnis setzt sich für besseren öffentlichen Nahverkehr ein

Das Bündnis will den Wandel des Verkehrssektors vorantreiben – und zwar auf gerechte Weise. Alle Menschen, so das erklärte Ziel, müssen Zugang zu klimafreundlicher Mobilität haben. Schlecht sieht es nach wie vor vor allem auf dem Land aus.

Ein neues zivilgesellschaftliches Bündnis aus Sozialverbänden, Gewerkschaften und Kirchen fordert den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs als Beitrag zur Mobilitätswende. „Alle Menschen müssen Zugang zu klimafreundlicher Mobilität haben“, sagte der Präsident des Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Jörg Andreas Krüger, am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Bündnisses Sozialverträgliche Mobilitätswende. Dazu brauche es einen deutlichen Ausbau des Angebots für Bus und Bahn.

In dem Bündnis haben sich unter anderen der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Sozialverband VdK und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) zusammengeschlossen, um das Ziel eines gerechten Wandels des Verkehrssektors voranzutreiben. Hinter dem Bündnis steht die Mercator-Stiftung.

Die Präsidenten des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, sagte, der öffentliche Nahverkehr müsse bezahlbar bleiben und barrierefrei werden. Vor allem im ländlichen Raum brauche es eine bessere Nahverkehrsanbindung. Dort sei der Individualverkehr immer noch auf das Auto ausgelegt, was für Menschen mit Behinderung, für Hochbetagte und junge Menschen ohne Führerschein keine Teilhabe ermögliche.

Die EKD-Referentin für Nachhaltigkeit, Ruth Gütter, sagte, der Einsatz für Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeit sei eine Kernaufgabe des christlichen Glaubens. Wichtig sei, dass es eine strukturelle Wende gebe, die nicht zulasten der Schwächeren gehe. Das Bündnis hat ein Papier mit Handlungsvorschlägen erarbeitet, die jetzt mit Politik und Gesellschaft diskutiert werden sollen.

(bora/epd)