1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld

Autonome Busse für Düsseldorf Garath

Autonome Busse für Garath : CDU Garath regt autonome Busse für  Düsseldorf-Süd an

Das Monheimer Modell könnte im Düsseldorfer Süden adaptiert werden. Bürgermeister Daniel Zimmermann verweist auf Eignung für Tempo-30-Straßen.

Die Monheimer Initiative zur autonomen Mobilität wurde bereits mehrfach ausgezeichnet – und könnte irgendwann auch für den Düsseldorfer Süden adaptiert werden – wenn es nach dem Willen der CDU-Fraktion in den Stadtteilen Garath und Hellerhof (Bezirksvertrtung 10) geht. Dort hat die 27-jährige Bezirksvertreterin Corinna Mauersberger angeregt, in Garath und Hellerhof  kleine, (fast) autonome  Busse durch die Straßen fahren zu lassen und etwa die Nebenzentren mit der Fußgängerzone verbinden. „Die Idee ist entstanden, als wir uns in der Fraktion darüber unterhalten haben, wie man den Öffentlichen Nahverkehr in Garath verbessern könnte“, sagt Mauersberger.

Der Stadtteil ist nicht an das Düsseldorfer Straßenbahnnetz angeschlossen, es gibt jedoch Buslinien, die in Richtung Norden fahren. Corinna Mauersberger, die aktuell ihren Master im Fach Sustainability Management studiert, glaubt, dass autonome, elektrische Mobilität die Zukunft der Fortbewegung sein könnte. „Und ich halte Garath für einen gut geeigneten Ort, um ein für Düsseldorf einzigartiges Pilotprojekt zu starten“, sagt die CDU-Politikerin. Weil das Viertel, anders als der Rest der Stadt, am Reißbrett entstanden ist, gibt es klare Wege, die die autonomen Busse fahren können.

  • Der Schiffsanleger in Monheim wird in
    Machbarkeitsstudie Wasserbus : Mit dem Wasserbus zur Arbeit
  • Die Inzidenz in Düsseldorf liegt wieder
    Corona-Pandemie : Inzidenz in Düsseldorf liegt wieder über 35
  • Das Verkehrsaufkommen – wie hier auf
    Analyse für das zweite Quartal : Wo das Verkehrsaufkommen in Düsseldorf am höchsten ist

Dazu kommt ein hoher Anteil an Tempo-30-Zonen und eine relativ geringe  Auslastung, gerade in den Nebenzentren. Das passt zu der Tatsache, dass die bisher eingesetzten selbstständig fahrenden Busse noch recht langsam unterwegs sind. In Monheim fahren die Busse ihre gut zwei Kilometer lange Strecke etwa mit unter 20 Stundenkilometern.

„Die autonomen Busse eignen sich hervorragend für Strecken, auf denen nicht schneller als 30 km/h gefahren werden darf, und dort, wo das Fahrgastaufkommen für große Busse zu gering ist. Wenn es in Düsseldorf solche Strecken gibt, sind wir in Monheim am Rhein natürlich gerne bereit, unsere Erfahrungen mit den Kollegen dort zu teilen“, kommentiert Monheims Bürgermeister Daniel Zimmermann (Peto) die Initiative auf RP-Anfrage.

In Garath könnte die moderne Form des Nahverkehrs auch ein Plus für das Image des Stadtteils mit sich bringen. „Es gilt abzuklopfen, wie weit die Technologie ist und in welchen Bereichen sie sicher angewendet werden kann“, sagt Mauersberger. Sie gibt zu, dass ihr Vorschlag eine große Idee ist. Die Rückmeldung in der eigenen Partei zu ihrem „Luftschlösschen“ sei aber sehr positiv. „Viele Kollegen sind bereits in Monheim mit den Bussen gefahren und können sich eine Umsetzung im Düsseldorfer Süden gut vorstellen“, berichtet die 27-Jährige.

Zunächst will die CDU  an die übrigen Parteien des Düsseldorfer Südens herantreten  und dann in den Austausch mit Oberbürgermeister Stephan Keller gehen. „Autonome Busse in Garath wären ein Pilotprojekt, das  der ganzen Stadt gut zu Gesicht stünde“, so Mauersberger.