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US-Wahlkampf: Multimillionäre kandidieren für das Weiße Haus

US-Wahlkampf : Multimillionäre kandidieren für das Weiße Haus

Washington (RPO). Die Bewerber für das Amt des US-Präsidenten haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind alle Millionäre. Der reichste Anwärter unter den Republikanern ist der ehemalige Geschäftsmann und Olympia-Manager Mitt Romney, der auf 190 bis 250 Millionen US-Dollar kommt. Bei den Demokraten verfügt Senatorin Hillary Clinton über das größte Vermögen.

Wie aus den neu veröffentlichten Dokumenten der US-Wahlkommission hervorgeht, hat der zur Republikanischen Partei von Amtsinhaber George W. Bush zählende Romney ein Privatvermögen von 190 bis 250 Millionen Dollar (140 bis 184 Millionen Euro) vor allem aus Immobilien und Aktien. Romney hofft, der erste US-Präsident mormonischen Glaubens zu werden.

Die demokratische Senatorin Hillary Clinton (New York) gilt als reichste der acht Präsidentschaftsanwärter. Ihr Vermögen mit Bill Clinton soll zwischen zehn und 50 Millionen US-Dollar betragen. Die frühere First Lady erhielt für ihre Tantiemen einen Vorschuss von geschätzten acht Millionen US-Dollar. Ihr Ehemann soll nach seinem Ausscheiden 2001 aus dem Weißen Haus mit PR-Auftritten und Reden etwa 40 Millionen US-Dollar eingenommen haben.

Hillary Clintons Mitbewerber, Ex-Senator John Edwards, wird auf 30 Millionen Dollar taxiert. Und Barack Obama, Senator in Illinois, zählt mit seinem Vermögen von ca. einer Million Dollar zu den Leichtgewichten unter allen Kandidaten.

Der monetäre Spitzenreiter Romney und seine Frau besitzen zum Beispiel Anteile an dem Mischunternehmen General Electric und an der Citi Bank. Das Paket soll zusammen einen Wert zwischen 350.000 und 750.000 US-Dollar haben, wie aus dem 47 Seiten starken Bericht der Wahlkommission hervorgeht. Außerdem verfügt das Ehepaar Romneys über schätzungsweise sechs bis 30 Millionen US-Dollar auf Sparkonten. Sofortigen Zugriff hat der Präsidentschaftskandidat auf fünf bis 25 Millionen US-Dollar, die auf Girokonten geparkt sind.

Das Vermögen der Romneys wuchs 2006 dank Zinseinnahmen aus Sparkonten und Dividenden aus Aktien um 17 Millionen auf 69 Millionen US-Dollar. Allein 15 Millionen brachte der Treuhandfonds ein, der aus Romneys Anteilen an der Investmentgesellschaft Bain besteht.

Bislang ließ sich der republikanische Präsidentschaftskandidat Romney den Wahlkampf 8,9 Millionen US-Dollar kosten. Das Geld stammt aus seinem Privatvermögen. Und Romneys Kasse ist gut gefüllt: Er sammelte 12 Millionen US-Dollar Wahlkampfspenden ein.

Mit seinem Vermögen liegt Romney weit vor seinen Rivalen: Parteifreund Rudolph Giuliani, ehemaliger Bürgermeister von New York, kommt auf 18 bis 70 Millionen Dollar. Senator John McCain stehen nach einem empfindlichen Einbruch bei den Spendeneinnahmen nur noch geschätzte zwei Millionen Dollar zur Verfügung. Aus seinem Wahlkampfteam musste der Senator von Arizona schon zahlreiche Mitarbeiter entlassen.

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