Tatort am Sonntag: Desirée Nosbusch liebt Kommissar Batu

Tatort am Sonntag: Desirée Nosbusch liebt Kommissar Batu

Düsseldorf (RP). Der ARD-Tatort "Vergissmeinicht" vom Sonntag spielte mit doppelten Ebenen. Zum einen war da der Spionagefall um einen vermeintlichen Industriespion. Kommissar Cenk Batu (Mehmet Kurtulus) ermittelt verdeckt. Dann war da die heiße Liebesaffäre mit Mia Andergast, gespielt von Desirée Nosbusch. Sie und Kurtulus sind auch im realen Leben ein Paar.

Immer wieder tauchen im Ausland geheime Konstruktionspläne des Hamburger Triebwerkherstellers und Elektronik-Entwicklers "Aircraft Performance and Technologies" (APAT) auf. Kommissar Cenk Batu (Mehmet Kurtulus) soll für das Landeskriminalamt dem Industriespion auf die Spur kommen.

Als Sinan Afra, Pressereferent des Unternehmens, schleust er sich bei APAT ein, um Informationen aus erster Hand beziehen zu können. Schon bald wird er zum persönlichen Referenten des dortigen Entwicklungsleiters. Als dieser ihn zu einem vertraulichen Gespräch bittet, hofft Batu, endlich mehr über den Verdächtigen zu erfahren. Doch bevor es zum Treffen kommt, wird die Leiche des Entwicklungsleiters im Hamburger Hafen gefunden.

Auf der Beerdigung lernt Batu die uneheliche Tochter aus einer fast vergessenen Beziehung des Verstorbenen kennen, Mia Andergast (Désirée Nosbusch). Batus Chef Uwe Kohnau (Peter Jordan) rät Batu zwar zur Vorsicht, aber Batu kommt Mia dennoch näher. Damit gerät er zwischen die Fronten und in ein gefährliches Spiel, bei dem jeder Beteiligte verdächtigt zu sein scheint.

Die Geschichte über Vertrauen und Kontrollverlust in einer Firma bleibt bis zur letzten Minute spannend. Regisseur Richard Huber findet passende Bilder für die kühle, zwielichtige Wirtschaftswelt. Dazu im Kontrast steht die emotionale Beziehung von Kurtulus und Nosbusch, die auch hinter der Kamera seit sechs Jahren ein Paar sind.

Eigentlich wollten die zwei, die sich bei einem Filmdreh (Eine Liebe in Saigon) kennen- und liebengelernt hatten, Privates und Berufliches strikt trennen. Nun aber haben sie es sich offensichtlich anders überlegt. "Wir haben uns das gut überlegt und versucht, Privates von der Arbeit zu trennen. Das ist uns ganz gut gelungen, denke ich", sagte Nosbusch Welt Online. Für den Tatort, der mit Kommissar Kurtulus zuletzt schwächelte, ist es ein Gewinn.

(pst/fb)