Psychologen stehen für Gespräche bereit: Kölner Schule versucht zum Alltag zurückzukehren

Psychologen stehen für Gespräche bereit : Kölner Schule versucht zum Alltag zurückzukehren

Köln (RPO). Das Georg-Büchner-Gymnasium hat nach dem abgewendeten Amoklauf den Schulbetrieb wieder aufgenommen. Schulleitung und Schüler versuchen vorsichtig, wieder in den Alltag zurückzukehren. Erfahrene Psychologen und Notfallseelsorger stehen bereit.

Mit ihnen können die Schüler über die Ereignisse der vergangenen Tage sprechen. Die zahlreich anwesenden Medienvertreter wurden gebeten, keinen Kontakt mit den Kindern und Jugendlichen aufzunehmen. Viele von ihnen ließen sich von ihren Eltern zur Schule bringen, die weiterhin von Polizei und Ordnungsamt abgeriegelt ist. Lediglich Lehrer und Schüler durften das Areal betreten.

Zwei Oberstufenschüler im Alter von 17 und 18 Jahren hatten für den Dienstag einen Amoklauf an dem Gymnasium geplant, dieses Vorhaben aber bereits vor vier Wochen wieder aufgegeben. Der 17-Jährige war am Freitag von der Polizei und der Schulleitung zur Rede gestellt worden, weil er Bilder des Massakers an der Columbine-Highschool aus dem Jahr 1999 ins Internet gestellt hatte.

Wenige Minuten nach dem Gespräch beging der Jugendliche Selbstmord, indem er sich in Köln vor eine Straßenbahn warf. An der Stelle der Selbsttötung haben Mitschüler und Freunde inzwischen Kerzen und Blumen niedergelegt.

Bei den Ermittlungen nach dem Todesfall stießen die Ermittler auf die Pläne für den Amoklauf und auf den 18-Jährigen. Gegen ihn wird inzwischen nicht mehr ermittelt. Zurzeit wird er wegen bestehender Selbstmordgefahr in einer psychiatrischen Klinik behandelt.

(afp)
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