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South Lakes Safari Zoo in Cumbria: 500 tote Tiere - Zoo droht Schließung

South Lakes Safari Zoo in Cumbria : 500 tote Tiere - Zoo in England droht Schließung

Ein britischer Zoobesitzer muss nach dem Tod von fast 500 seiner Tiere mit einer Klage und der Schließung des Tierparks rechnen. Ein Gutachten befand, dass Mangelernährung, überfüllte Gehege und Unterkühlung zu dem Tod von 486 Tieren in den vergangenen vier Jahren führten.

"Die Bedingungen, unter denen diese Tiere gehalten werden, ist offen gesagt abstoßend und führte unmittelbar zum Tod einiger Tiere", hieß es am Mittwoch in dem Bericht. Allein im vergangenen Jahr starben 123 Tiere, darunter eine Giraffe, die Zoomitarbeiter nach einem Kollaps einschläferten. Bilder des toten Tieres deuteten auf Mangelernährung als Ursache für den Zusammenbruch hin.

Außerdem erfor eine Pantherschildkröte, während eine Spornschildkröte Schildkröte an einem elektrischen Zaun einen tödlichen Stromschlag erlitt. Sechs Löwenjunge wurden eingeschläfert, weil das Gehege zu klein war - laut dem Gutachten waren sie vollkommen gesund. Insgesamt lebten 2016 mehr als 1600 Tiere im South Lakes Safari Zoo in Cumbria.

Zoomitarbeiter erzählten den Experten, die das Gutachten erstellten, sie seien angewiesen worden, die Entsorgung der Kadaver geheimzuhalten. Der Besitzer des Zoos im Nordwesten Englands, David Gill, soll jetzt nach Empfehlung der Experten strafrechtlich verfolgt werden.

Den örtlichen Behörden empfohlen sie außerdem, den Zoo zu schließen. Die dort herrschenden Bedingungen lägen "weit unter den Standards, die ein moderner Zoo haben sollte". Die britische Tierschutzorganisation Captive Animal's Protection Society begrüßte die Empfehlungen.

Der Zoodirektor war zuvor bereits wegen der schlechten Behandlung seiner Mitarbeiter aufgefallen, was in dem Bericht ebenfalls erwähnt wurde. Im Juni vergangenen Jahres wurde Gill wegen des Todes einer Tierpflegerin zu einer Geldstrafe von umgerechnet rund 300.000 Euro verurteilt. Die Frau war 2013 von einem Sumatra-Tiger zu Tode gebissen worden.

(csr/AFP)