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Aulla: Straßenbrücke in Norditalien eingestürzt

Seit 2013 wurde gewarnt : 300 Meter lange Straßenbrücke in Norditalien eingestürzt

Am Mittwoch hat es im Norden Italiens ein Unglück gegeben: Eine Straßenbrücke über den Fluss Magra in der Toskana nahe der Stadt Aulla ist eingestürzt. Nach Angaben der Behörden wurde ein Mensch verletzt.

Das Opfer habe "nach ersten Informationen leichte Verletzungen", erklärte das italienische Verkehrsministerium. Die rund 300 Meter lange Brücke sei "in sich zusammengefallen", sagte der Bürgermeister von Aulla, Roberto Valettini, italienischen Medien.

Wegen der in der Corona-Krise verhängten Ausgangssperre herrschte auf der üblicherweise sehr befahrenen Brücke nur wenig Verkehr. Die ersten Warnungen zur Stabilität der Brücke habe es bereits im Jahr 2013 gegeben, sagte Deborah Bergamini, die Vizepräsidentin des Verkehrsausschusses der Abgeordnetenkammer und Mitglied der Partei Forza Italia von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur AGI mehrten sich Beschwerden von Autofahrern seit einer Schlecht-Wetter-Phase im vergangenen November.

Klagen über Italiens Infrastruktur gibt es seit Jahren: Die Straßen sind marode und baufällig, Brücken sind vielerorts mehr als 50 Jahre alt. Im August 2018 erschütterte der Einsturz einer Brücke in Genua das Land. Bei dem Unglück starben 43 Menschen.

(felt/AFP)