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Rheinsiche Post wird 75 Jahre - was Leser wirklich wollen

75 Jahre Rheinische Post : Maßgeschneiderte Leseangebote

Die Rheinische Post ist immer mit der Zeit gegangen. Aber nie verliefen die Veränderungen so rasant wie in jüngster Zeit. Was sich verändert hat, was geblieben ist und was noch kommt – ein Überblick.

Bleibt alles anders. Der Titel von Herbert Grönemeyers 1998er Album könnte auch sehr gut der Slogan für die Entwicklung der Rheinischen Post in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sein. Die gedruckte Zeitung verändert sich stetig – die historischen Titelseiten von der Kanzlerschaft Adenauers 1949 bis zum deutschen WM-Titel 2014 im Konferenzraum unserer Redaktion sind Zeuge dieser analogen Veränderung.

Und dann ist da noch dieses Internet.

75 Jahre Rheinische Post, das bedeutet auch: 25 Jahre RP ONLINE. Das digitale Aushängeschild unserer Zeitung werden die meisten von Ihnen im Laufe der Jahre kennen gelernt haben. Was vor einem Vierteljahrhundert als eine der ersten Nachrichten-Websites im deutschsprachigen Internet begann, ist mittlerweile eine der meistgenutzten journalistischen Internetseiten des Landes. Vergangenes Jahr wurde RP ONLINE von mehr als 13 Millionen Menschen insgesamt knapp 1,2 Milliarden Mal aufgerufen – so häufig wie nie zuvor.

Was in der Zeitung seit jeher üblich war, musste im Netz erst eine ganze Weile reifen. Doch mittlerweile darf und soll Qualitätsjournalismus auch im Internet Geld kosten – und so nutzen mittlerweile über 50.000 Menschen die kostenpflichtigen digitalen Angebote unserer Zeitung: das ePaper, die Multimedia-Zeitung oder die exklusiven RP+-Inhalte auf RP ONLINE.

Dass die Rheinische Post auch im Digitalen seit jeher mit der Zeit ging, Trends frühzeitig erkannte und immer wieder als Vorreiter innerhalb der deutschen Medienlandschaft auftrat, beweist das Beispiel Podcasts eindrucksvoll: Das gesprochene Wort erfährt eine so große Popularität, wie sie seit der Verbreitung des Fernsehens überhaupt nicht mehr denkbar erschien. Egal ob gemacht von Medien, Politikern, Stars, Experten, Unternehmen oder Privatpersonen – kaum ein Thema, zu dem es nicht diverse Podcast-Angebot gibt. Eines der ältesten Angebote aus der medialen Welt ist dabei der „Aufwacher“ der Rheinischen Post. Bereits seit fünf Jahren informieren wir jeden Morgen Tausende Hörerinnen und Hörer mit den aktuellen Nachrichten des Tages. Über die Jahre sind allerlei weitere Angebote entstanden, manche existieren weiter, andere haben wir nach einer Weile eingestellt. Bleibt eben alles anders.

Das gilt auch für die sozialen Netzwerke: Erst vor wenigen Wochen haben wir unsere Aktivitäten auf der jüngsten dieser Plattformen aufgenommen und sind seither auf TikTok vertreten. Bereits deutlich länger präsent sind wir auf Facebook, wo wir mittlerweile rund 170.000 User erreichen. Auf Twitter sind es sogar über 214.000 Nutzer, und mehr als 35.000 Menschen verfolgen unsere Arbeit auf Instagram. Auf all diesen Plattformen erreichen wir ständig neue Leserinnen und Leser, sprechen junge Menschen an, nehmen Hinweise und Anregungen entgegen und sorgen dafür, dass die Rheinische Post auch hier wahrgenommen wird.

Zusätzlich experimentieren wir seit rund einem Jahr mit „Künstlicher Intelligenz“. Die jüngsten technischen Entwicklungen helfen uns, aus großen Datenmengen serviceorientiere Angebote zu schaffen – beispielsweise in Form von Staumeldungen, der Auswertung von Wahlergebnissen bis ins kleinste Detail oder bei der täglichen Auswertung der Daten rund um die Corona-Pandemie. Dabei ersetzt die Technik keineswegs den menschlichen Journalisten – sie ergänzend und erleichtert und vielmehr unsere Arbeit. 

Denn die Grundlage dafür, dass all diese Angebote existieren, bilden auch weiterhin die 270 Redakteurinnen und Redakteure in unseren 32 Lokalredaktionen, in unserer Düsseldorfer Hauptredaktion und unserem Berliner Büro sowie darüber hinaus unsere Korrespondenten in aller Welt. Sie alle produzieren täglich insgesamt über 700 Artikel. 365 Tage im Jahr und nahezu rund um die Uhr sind die Redaktionen besetzt, recherchieren und berichten wir über die aktuellen Entwicklungen vor Ort, in NRW, Deutschland und der Welt.

Doch mit dem Status Quo wollen wir uns nicht zufriedengeben.

Täglich erhalten wir in der Redaktion einen Überblick, wie viele Menschen ein neues Abonnement für unsere Angebote abgeschlossen haben. Die Zahlen zeigen uns, dass unsere Arbeit für eine wachsende Zahl von Menschen einen Wert hat. Dieses Vertrauen und diese Loyalität weiter zu stärken, bereits bestehende Abonnenten und neue Leser zu begeistern, das ist unser großes Ziel.

Wir möchten noch besser verstehen, was Sie von uns erwarten. Vor allem aber wollen wir unser Angebot attraktiver, interaktiver und persönlicher machen. Wir wollen den Austausch zwischen den Lesern und der Redaktion intensivieren und Sie als Teil eines exklusiven Netzwerks verstehen.

Deshalb haben wir für die kommenden Monate und Jahre zahlreiche neue Projekte angestoßen, die unseren digitalen Auftritt für unsere Leserinnen und Leser deutlich verbessern wird: eine schnellere Website, ein exklusives Layout, neue Interaktionsmöglichkeiten, noch mehr Personalisierung und interaktive redaktionelle Formate stehen auf dem Plan.

Doch bei all der Veränderung, bei allem Fokus auf die Digitalisierung wollen wir nicht vergessen, was seit 75 Jahren fester und gleichbleibend wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist: die gedruckte Tageszeitung. An mehr als 200.000 Haushalte wird unsere Zeitung täglich ausgeliefert.

Insgesamt erreicht die Rheinische Post im Jubiläumsjahr 2021 mehr Menschen als je zuvor. Ein Trend, der uns optimistisch und hoffnungsvoll in die Zukunft unserer Zeitung – ob analog oder digital – blicken lässt. Mit der Gewissheit: Es bleibt alles anders.