Wülfrath: Handel will drei verkaufsoffene Sonntage

Wülfrath: Handel will drei verkaufsoffene Sonntage

XXL-Tagesordnung im Ausschuss für Umwelt und Ordnung. 81.000 Euro Einsparungen durch LED-Leuchten pro Jahr.

Für seine erste Sitzung in 2018 hatte sich der Ausschuss für Umwelt und Ordnung (AUO) viel vorgenommen. Nicht weniger als 21 Themen hatte die Verwaltung auf die Tagesordnung gesetzt - wohlgemerkt nur für den öffentlichen Teil. Angesichts dieser Liste beantragte Wolfgang Peetz (WG), den Tagesordnungspunkt 6 zu streichen. Die Jahresberichte des Ordnungsamtes, des Einwohnermeldeamtes, des Standesamtes und des Wahlamtes wären sonst in der Fülle der Themen untergegangen. Zum Glück ist es den Politikern in Wülfrath zu eigen, dass sie sich an den Umfang der Sitzungen anpassen und nicht über jedes Thema stundenlang diskutieren.

So wurden die Einführung einer Wettbürosteuer, die neue Gebührensatzung für den Rettungsdienst sowie die Anpassung der Satzung über die Abfallentsorgung relativ unaufgeregt durchgewunken. Bei letzterer handelt es sich um eine Übergangssatzung, die nur bis zum 30. März gilt und den Schlussstein der Umstellung auf eine neue Satzung ab dem zweiten Quartal darstellt, wie Dezernent Martin Barnat erläuterte. Mit der Entsorgungsfirma Awista wurde ein weiterer Fünf-Jahres-Vertrag geschlossen. Abgelehnt wurde dagegen ein Bürgerantrag, der die Ausweisung von zwei Parkplätzen im Finkenweg als "nur für Anwohner" forderte. Die Verwaltung ist der Ansicht, dass angesichts steigender Pkw-Zahlen möglichst viele Parkplätze der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollten.

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Ob es in diesem Jahr wieder drei verkaufsoffene Sonntage zur Autoschau (10. Juni), zum Kartoffelfest (30. September) und zum Herzog-Wilhelm-Markt (2. Dezember) geben wird, entscheidet sich am 10. April. Der Verein Wülfrath Pro hatte drei verkaufsoffene Sonntage beantragt, musste aber seine Konzepte zur Autoschau ("Wülfrath ist mobil") und zum Kartoffelfest überarbeiten. Der Gesetzgeber sieht vor, dass verkaufsoffene Sonntage nur dann zulässig sind, wenn der Anlass, etwa das Volksfest, groß genug ist, um genug Laufkundschaft in die Stadt zu ziehen. Die Konzepte liegen inzwischen vor, so dass nach Abstimmungen mit den Gewerkschaften, Kirchen und der IHK grünes Licht zu erwarten ist.

Seit dem 15. Oktober vergangenen Jahres hat die Stadt Wülfrath mit Martin Rabe einen eigenen hauptamtlichen Klimaschutzmanager. Im AUO berichtete er im Rahmen einer Präsentation über die Ergebnisse seiner Arbeit in den ersten fünf Monaten. So sei die Umrüstung der Beleuchtungstechnik in den städtischen Schulen und im Rathaus auf energiesparende LED-Lampen schon sehr weit fortgeschritten. Vom Staat gebe es einen Zuschuss von 40 Prozent für die Schulen und von 30 Prozent für das Rathaus, das außerdem gut geeignet sei, um eine Photovoltaik-Anlage auf seinem Dach zu installieren. Durch energetische Ertüchtigung der städtischen Gebäude und Justierung der Heizintervalle könnten rund 81.000 von insgesamt 900.000 Euro Energiekosten pro Jahr eingespart werden. Was die Preiskomponente betrifft, wies Kämmerer Rainer Ritsche darauf hin, dass die Stadt den Strombezug neu ausgeschrieben habe und bei der Firma NeanderEnergie nun 40.000 Euro im Jahr weniger bezahle.

(tpp)