Wülfrath: Stadt wird gegen Vandalismus aktiv

Wülfrath: Stadt wird gegen Vandalismus aktiv

Jugendamt, Baubetriebshof, Polizei, Sport- und Ordnungsamt suchen jetzt gemeinsam nach Lösungen.

Die Stadtverwaltung hat auf zunehmend auftretende Vandalismusschäden reagiert und einen Arbeitskreis "Vandalismus und Jugendschutz" eingerichtet. "Wir sind dabei, Lösungen zu finden", sagte Bärbel Habermann vom Jugendamt in der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses. Es seien meist Gruppen von 12- bis 15-Jährigen, vermehrt aber auch Gruppen von 18- bis 30-Jährigen, die an öffentlichen Plätzen feiern wollten und dabei Flaschen und anderen Müll zurücklassen. Christian Schölzl (CDU) erklärte, dass Anwohner außerdem berichteten, dass es im Sommer abends sehr laut werde. "Ab 22 Uhr geht es richtig zur Sache", bestätigte Bärbel Habermann. Konkret geht es um neuralgische Punkte wie etwa die Tiefgarage am Diek oder den Roten Platz in der Ellenbeek.

Im Arbeitskreis "Vandalismus und Jugendschutz" kommen Vertreter verschiedener Fachbereiche zusammen. Mit dabei sind das Jugendamt, der Baubetriebshof, das Amt für Bildung und Sport sowie Polizei und Ordnungsamt. Sie werden unterstützt von den Streetworkern der Caritas. Beim ersten Treffen des Arbeitskreises wurden die Örtlichkeiten analysiert und Handlungsfelder erarbeitet. Dann wurden die Problemzonen zu unterschiedlichen Tageszeiten aufgesucht, um mit den jungen Erwachsenen zu reden und gleichsam "Spielregeln" festzulegen. "Wir wollen mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen, bevor Polizei und Ordnungsamt Strafen erteilen müssen", so Bärbel Habermann. "Unsere Präsenz zeigt auch schon Wirkung." So habe sich die Situation im Umfeld des Schwimmbades schon gebessert, wie Sebastian Schorn, Leiter des Ordnungsamts im Ausschuss für Umwelt und Ordnung (AUO) ergänzte.

  • Xanten : Keine Woche ohne Vandalismusschäden

Als Vertreter des Kinder- und Jugendhauses sprach Daniel Reuys im Ausschuss für die Betroffenen. "Es ist klar, dass Leute in meinem Alter gerne mal feiern gehen, und das auch gerne draußen". Das Problem sei, dass es in der Stadt keine Plätze gebe, wo das offiziell erlaubt sei. "Der Park in den Banden heißt ,Mehrgenerationenpark' aber die Schilder dort verbieten den Aufenthalt nach einer bestimmten Uhrzeit". Damit sei die jugendliche Generation de facto ausgeschlossen. Kämmerer Rainer Ritsche war empört, weil das so klang, als ob "Feiern" automatisch Vandalismus zur Folge haben müsste. "So habe ich Herrn Reuys nicht verstanden", beschwichtigte Christian Schölzl. Er bot Daniel Reuys ein Treffen im Jugendhaus an, um im gemeinsamen Gespräch eine Lösung zu finden. Es gehe nicht darum, die Jugendlichen auszuschließen, sondern Grenzen einzuhalten, erklärte Dezernentin Michaele Berster.

(RP)