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Wesel: Möglicher Bombenfund könnte für Evakuierung der City sorgen

Evakuierung der City droht : Verdacht auf zwei Bomben in Wesel

Im Vorfeld von Straßenbauarbeiten ist die Weseler Stadtverwaltung bei Luftbildanalysen auf mögliche Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Am Montag wird weiter geprüft. Es könnte zu einem Großeinsatz kommen.

In der Weseler Innenstadt könnte es in der kommenden Woche zu Sperrungen und Evakuierungen wegen möglicher Bombenfunde kommen. Die Stadt Wesel teilte am Freitag vorsorglich mit, dass Luftbildauswertungen des Kampfmittelräumdienstes zwei Verdachtspunkte aufgezeigt hätten. Der genaue Standort in der City wurde noch nicht mitgeteilt. Die Stadt wolle „Bombentourismus“ vermeiden, wie Stadtsprecher Swen Coralic betonte. Fest steht aber schon, dass eine Entschärfung kompliziert werden könnte, weil der Fundort in einem Wohngebiet liegt, die Bombe sogar möglicherweise direkt an einem Ort niedergegangen sein könnte, wo heute ein Haus steht.

Die Luftbilder seien im Vorfeld von Straßen- und Kanalbauarbeiten ausgewertet worden, erklärte die Stadt. „Die Verdachtspunkte werden ab dem 20. Juli überprüft. Für den Fall, dass es sich um Bomben handelt, müssen weite Teile der Innenstadt evakuiert werden – je nach Bombentyp“, teilt die Stadtverwaltung mit. Wie lange die Arbeiten dauern werden, ist unklar. Die Entschärfung würde nach jetzigem Stand am Donnerstag vorgenommen. Tausende Innenstadtbewohner wären wohl von der Evakuierung betroffen. Gespräche mit Feuerwehr und Polizei laufen bereits. Auch das Marien-Hospital Wesel wird kontaktiert. Aktuelle Informationen erhalten Bürger auf www.wesel.de oder telefonisch ab Montag, 20. Juli, unter 0281 2032551. Falls Bomben gefunden werden, will die Stadt Evakuierungskarten veröffentlichen und alle Bürger mit Flugblättern und Durchsagen informieren.

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