Wesel eröffnet feierlich seine Eselampel an der Kreuzstraße

Nach langem Behördenweg : Wesel eröffnet feierlich seine Eselampel

„Lang lebe der Esel“ war der Ruf zur Eröffnung der Eselampel in Wesel. Auf charmante Art hat die Stadt am Niederrhein eine Ampel eröffnet, um die auf dem Behördenweg lange gestritten worden war.

Die niederrheinische Stadt Wesel, deren Maskottchen der Esel ist, hat nun auch eine Esel-Ampel. Am Freitagvormittag ist sie von Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (SPD) feierlich enthüllt worden. Lange hatte die Stadtverwaltung für eine Esel-Ampel geworben, der Standort Franz-Etzel-Platz am Bahnhof war jedoch aus Sicht der Landesbehörden nicht passend. Der Platz wird von einer Landesstraße flankiert. Die Behörde Straßen NRW sah Sicherheitsrisiken und verwies darauf, dass Ampelfiguren zwingend deutlich machen müssten, dass der Fußgänger zu gehen oder zu stehen hat. Folglich sei eine Figur mit zwei Beinen angebracht. Beim vierbeinigen Esel sah die Behörde die Gefahr von Irritationen für die Fußgänger. Die Stadt Wesel behalf sich daraufhin mit einem Trick: Der vierbeinige Esel ist jetzt an einer normalen Ampelanlage ergänzend zu den Fußgängerampeln als zweites Grünsignal angebracht worden.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp (Mitte) mit Esel Felix und Sponsoren sowie Vertretern der Verwaltung und Politik bei der Eröffnung der Eselampel. Foto: Sebastian Peters

28.000 Euro hat das Umrüsten der Ampelanlage an der Kreuzung Kreuzstraße/Esplanade auf LED-Technik gekostet, einen kleinen Teil nur, 3000 Euro, kosteten dabei die ergänzenden Eselampeln. Finanziert wurden sie zum Teil auch durch Sponsoren. Ideengeber war vor drei Jahren CDU-Ratsherr Reinhold Brands.

Bürgermeisterin Ulrike Westkamp las zur Eröffnung ein Eselgedicht vor und machte auch deutlich, auf welch vielfältige Art der Esel das Stadtbild prägt. „Der Esel ist für uns der wichtigste Marketingstratege der Stadt.“ Auch ein echter Esel war bei der Eröffnung dabei. Felix kommt von den Eselfreunden aus Dingden, ist erst ein Jahr alt und wurde wohl selten so oft geherzt wie am Freitagvormittag in Wesel. „Lang lebe der Esel“ rief dann auch Helmut Westkamp, Gatte der Bürgermeisterin, nach der Eröffnungsrede seiner Frau.

(sep)