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Kreis Wesel: Frank Berger ist neuer CDU-Fraktionschef im Kreistag

Kreis Wesel : Frank Berger ist neuer CDU-Fraktionschef im Kreistag

Erfahrene Kräfte bilden bei der CDU die Grundlage für den Generationswechsel in der Kreispolitik. Parteivorsitzende froh und stolz.

Alles neu und doch bewährt: Kreis-Parteichefin Marie-Luise Fasse stellte gestern Frank Berger aus Moers als neuen Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Weseler Kreistag vor. Er ist am Sonntag in der konstituierenden Sitzung einstimmig gewählt worden. Dies Bild gab es nur bei den Stellvertretern nicht, die allerdings in einem Wahlgang bestimmt wurden. So kam Udo Bovenkerk (Hamminkeln) auf 20, Heinz-Peter Kamps (Sonsbeck) auf 16 Stimmen. Einstimmig fielen Voten für Schatzmeisterin Claudia Schmidt (Neukirchen-Vluyn), die Beisitzer Rafael Hofmann (Moers), Monika Schmitz (Voerde) und Heinrich Vahnenbruck (Dinslaken) sowie Pressesprecher Günter Helbig (Moers) aus. Als stellvertretender Landrat ist Josef Devers (Rheinberg) ausgeguckt. Die Ergebnisse stimmten Fasse "froh und stolz".

Die Personalien sind ein Zeichen für Kontinuität, läuten aber auch den Generationswechsel ein. Elf der 25 CDU-Kreistagsmitglieder sind neu. Sie sollen flott, so Berger, von erfahrenen Kräften an die Hand genommen und in Themen eingeführt werden. "Sie sollen unsere Diskussionen bereichern", sagte Berger, dessen Positionierung auf Platz eins der Reserveliste zur Kommunalwahl bereits ein Signal war, in welche personelle Richtung es nach dem Ausscheiden des Urgesteins Dr. Hans-Georg Schmitz gehen sollte. Dass der langjährige Fraktionschef große Fußstapfen hinterlässt, belastet Berger nicht. "Ich habe selber Schuhgröße elfeinhalb", sagte der 48-jährige Familienvater, der im Hauptberuf Regionalgeschäftsführer der Barmer in Krefeld ist.

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Berger ist im Kreis kein Unbekannter. Seit 1999 ist er im Kreistag. Von 2004 bis 2009 war er Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, zuletzt saß er dem Schul-, Kultur- und Sportausschuss vor. Schatzmeister der Fraktion war er ab 2004. Somit kennt Berger auch die Gepflogenheiten im Umgang mit den anderen Fraktionen. Bekanntlich sind aufgrund der Sitzverteilung mindestens drei Partner für eine Mehrheit nötig. Erste Kontakte für Gespräche wurden gestern bereits aufgenommen. Berger hält breite Mehrheiten weiter für möglich, ist aber auch gespannt, wie sich die kleinen und neuen Parteien geben. "Sie alle können das Zünglein sei", sagte Berger, der auch der Stichwahl zwischen Dr. Ansgar Müller (SPD) und Christiane Seltmann (CDU) ums Landratsamt Bedeutung beimisst. Schließlich geht's auch da um eine Stimme im Kreistag.

Übrigens gibt es noch eine Veränderung in der Fraktion. Sabine Herrmann nahm ihr Kreistagsmandat nicht an, weil sie stellvertretende Bürgermeisterin in Kamp-Lintfort wird. Nachrücker für sie ist Simon Lisken (Kamp-Lintfort).

(RP)