Wermelskirchen: Vier-Jahres-Vertrag für Betreuungsverein in Hünger

Wermelskirchen : Vier-Jahres-Vertrag für Betreuungsverein in Hünger

Anfang des Jahres stand die Grundschule in Hünger noch vor der Schließung. Nachdem dann doch eine Eingangsklasse gebildet werden konnte, gibt es jetzt die nächste positive Nachricht. Kurz vor den Ferien hat der Betreuungsverein mit der Stadt einen Vertrag über vier Jahre geschlossen. "Das ist eine deutliche Botschaft für die Eltern, dass in Hünger wieder langfristig geplant wird", sagt Peter Kolitschus, Vorsitzender des Betreuungsvereins.

Hintergrund: Eigentlich wollte die Stadt den Teilstandort der GGS Am Haiderbach in Hünger schließen. Aufgrund zu weniger Anmeldungen sollte schon in diesem Jahr keine Eingangsklasse mehr gebildet werden. Eltern, Schule und Betreuungsverein engagierten sich jedoch, so dass der Stadtrat im März seine Zustimmung für eine weitere erste Klasse gab. Die Schließung ist aber noch nicht vom Tisch - es muss jedes Jahr neu überprüft werden, ob es genug Kinder gibt.

"Deshalb wollte uns die Stadt auch eigentlich nur einen Ein-Jahres-Vertrag für die OGS anbieten", berichtet Kolitschus. Doch im ersten Jahr sind bisher nur elf Kinder in der OGS angemeldet, weshalb das Konzept noch nicht rechne. "Das liegt daran, dass für die Klassen zwei bis vier parallel noch die Betreuung bis 14 Uhr angeboten wird", erklärt Kolitschus. Für die neuen Klassen sei nur noch die Anmeldung für OGS möglich, weshalb sich die Zahl der OGS-Kinder in den nächsten drei Jahren kontinuierlich steigern werde. "Diesbezüglich hatten wir sehr konstruktive Gespräche mit der Stadt. Wir sind froh, diese Lösung gefunden zu haben", sagt Kolitschus.

In den Ferien wurde in Hünger umgebaut. Es musste die neue Essensausgabe samt Fliesen, Elektrik Spülmaschine, Frischluftzufuhr und Backofen eingerichtet werden. Das Essen kommt von einem Caterer. "Es ist also im wahrsten Sinne des Wortes angerichtet für den ersten OGS-Jahrgang in Hünger", freut sich Kolitschus. Die Kosten von etwa 10 000 Euro trägt der Betreuungsverein.

Nicht nur der langfristige Vertrag des Betreuungsvereins macht Hoffnung auf den dauerhaften Erhalt der Grundschule. In einer inoffiziellen Abfrage des Betreuungsvereins kam heraus, dass für das Schuljahr 2016/2017 voraussichtlich mehr als 20 Kinder angemeldet werden. In einer Evaluierung im Februar soll das überprüft werden.

(kron)