Wermelskirchen: Ausbaupläne für Grundschule in Hünger verzögern sich

Wermelskirchen : Ausbaupläne für Grundschule in Hünger verzögern sich

Laut Stadtverwaltung sind alle notwendigen Schritte eingeleitet, damit sich die räumliche Situation der OGS am Grundschul-Standort Hünger verbessert wird; angesichts der vielen Schul-Projekte nimmt dies jedoch mehr Zeit in Anspruch als gewünscht.

Peter Kolitschus, Vorsitzender des Betreuungsvereins, nimmt verbal dann gleich die Kanone und kritisiert das Handeln: Er spricht von "andauernder Illegalität der OGS-Küche", von einer Erdgeschoss-Nutzung des "Hausmeister-Häuschen", wo die Mieterin noch nicht zugestimmt hätte; von einer nicht "tragbaren Doppelnutzung" von Klassen- als OGS-Räume. In seinem letzten Jahr - die Stadt hat dem Betreuungsverein zum 31. Juli 2019 gekündigt - geht Kolitschus noch einmal richtig auf Konfrontation. Worum geht es? Der Fachausschuss hat eine interne Lösung beschlossen: Das Lehrerzimmer wird zur OGS-Küche, ein Teil des Mehrzweckraums zum Lehrerzimmer, der Klassenraum neben dem Lehrerzimmer zur Mensa, der jetzige OGS-Raum zum Klassenzimmer und das Erdgeschoss des "Hausmeister-Häuschens" zum OGS-Raum. 130.000 Euro soll dieser Umbau kosten. Darüber wurden die Eltern im Frühjahr informiert.

Kolitschus sieht darin keine Lösung, denn er erwartet ab dem nächsten Schuljahr 70 OGS-Kinder, danach wahrscheinlich noch mehr. Er sieht die Lösung nur in einer räumlichen Erweiterung mit Container auf dem angrenzenden Gemeindegrundstück.

Er unterstellt der Stadt, dass es wohl zu keiner Genehmigung der Aufsichtsbehörde komme; das sieht Andreas Voß (Jugendamt) anders: "Wir haben unsere Pläne mit allen Behörden abgestimmt." Es werde angesichts der vielen Projekte eine Bauverzögerung geben, diese Phase werde überbrückt. Das sei ebenfalls, auch mit der Lebensmittelüberwachung beim Kreis, abgestimmt. Deshalb sei der Vorwurf einer "andauernden Illegalität" abwegig. Dass künftig mehr als 80 OGS-Kinder betreut werden müssten, sei Koltischus' persönliche Hochrechnung und decke sich nicht mit den städtischen.

Natürlich habe es mit der Mieterin des "Hausmeister-Häuschen" eine enge Abstimmung gegeben: "Sie ist einverstanden mit den Maßnahmen, sonst hätten wir die Maßnahme nicht planen können."

Die Rektorin der Grundschule, Monika Klein, hat die Eltern darüber informiert, dass sich der Umbau verzögere. Die Schulpflegschaft hat laut Klein inzwischen ein Gespräch mit der Stadtverwaltung geführt. Deren Eindruck: Es wird aktiv an dem Projekt Hünger gearbeitet. Klein: "Dass wir eine Mensa bekommen, ist doch auch ein positives Signal."

Wer neuer OGS-Träger nach dem 1. August 2019 wird, ist noch völlig offen, so Jugendamtsleiter Voß. In anderen Grundschulen sind der DRK-Kreisverband sowie die katholische Jugendagentur (KGS St. Michael) tätig.

(RP)