Wermelskirchen: In Telegrafenpassage soll wieder Einzelhandel ziehen

Wermelskirchen: In Telegrafenpassage soll wieder Einzelhandel ziehen

Ein Leerstand in der Wermelskirchener Innenstadt könnte nächstes Jahr Geschichte sein: Der Eigentümer der Telegrafenpassage plant, die Räume wieder an den Einzelhandel zu vermieten. Was genau und auf welcher Fläche könne er derzeit noch nicht sagen, sagte Wolfgang Schmitz-Heinen, auf Nachfrage dieser Redaktion. "Die Größe hängt von den Ansprüchen der Interessenten ab. Wir sondieren gerade den Markt", so der Investor, der auch Geschäftsführer der Witte Group ist. Eigentümerin ist seit einigen Monaten Tochtergesellschaft der Gruppe, die Witte Real Estate.

Insgesamt stehen rund 1000 Quadratmeter Fläche leer. Geprüft werden müsse, welche Zuschnitte möglich sind, ob Ladenlokale zusammengelegt werden könnten. Außerdem stehe das Vorhaben, in der Passage wieder Einzelhandel anzusiedeln, im engen Zusammenhang mit der Neubebauung des Loches-Platzes und den künftigen Mietern dort. Grundsätzlich begrüße er es, dass ein höherwertiger Vollsortimenter und ein Discounter einziehen, "so dass Menschen in der Innenstadt einkaufen", sagt Schmitz-Heinen. "Wer einmal hier parkt, geht auch durch die Innenstadt. Davon profitieren auch die anderen Geschäfte." Allerdings müsse man das Angebot in der Telegrafenpassage entsprechend anpassen.

Die Pläne des Investors stehen im Zusammenhang mit der gesamten Sanierung des Gebäudes an der Telegrafenstraße. "Der Masterplan steht. Für den Architekten haben wir ein Baubüro eingerichtet", berichtet Wolfgang Schmitz-Heinen. Auffallendstes Element dürfte eine neue Fassade sein. "Sie verleiht dem Gebäude ein neues Outfit." Dahinter wird sich eine neue Wärmeisolierung verbergen. Wie sich nach dem Erwerb des Objekts herausgestellt hatte, waren Fassaden und Wände feucht. In der Tiefgarage seien die Schäden, verursacht durch eindringendes Wasser, massiver.

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In der ersten Etage sollen die Büroräume im Mai bezugsfertig sein, diese sowie die Büros in der zweiten Etage werde die Witte Group nutzen. Wie berichtet, benötigt die Firmengruppe, die eine führende Spezial- und Hochsicherheitsdruckerei mit Sitz in Wermelskirchen und Produktion vornehmlich in Münster ist, mehr Platz. Auf Vordermann gebracht werden zudem die Mietwohnungen. Insgesamt werde eine siebenstellige Summe in die Immobilie investiert.

(pd)