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Wermelskirchen: Drei Fraktionen fordern Neubau des Hallenbads

Wermelskirchen : Drei Fraktionen fordern Neubau des Hallenbads

Was wird aus dem Quellenbad? Diese Frage stellen sich zurzeit viele Bürger Wermelskirchens. Ein Gutachten hat ergeben, dass eine Sanierung langfristig gesehen 6,3 Millionen Euro kostet (die BM berichtete exklusiv).

Die einzelnen Fraktionen hatten in der Sitzung des Arbeitskreises Bäder Beratungsbedarf angemeldet und von einem "Schnellschuss" Abstand genommen.

Jetzt kommt Bewegung in die Diskussion: Das Bürgerforum, die FDP und die WNKUWG setzen sich für den Neubau eines Hallenbades in Wermelskirchen ein. In einem gemeinsamen Antrag an Klaus Seeger, den Vorsitzenden des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur, an Dietmar Paulig, den Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt und Bau, sowie an Bürgermeister Eric Weik, fordern die Fraktionen die Erarbeitung eines Konzepts für einen entsprechenden Neubau. "Die noch zu erwartende Lebens- und damit auch Nutzungsdauer des Hallenbades ist leider überschaubar endlich", begründen die Fraktionen ihren Antrag.

Es sei schwer vorstellbar, dass ein Mittelzentrum wie Wermelskirchen in absehbarer Zeit über kein Hallenbad mehr verfügen sollte. "Dies hätte dramatische Auswirkungen auf den Breiten-, Vereins- und Schulsport sowie auf Angebote im Gesundheits- und Freizeitbereich. Es wäre zudem ein weiterer Abbau von wichtiger Infrastruktur, die für ein funktionierendes Gemeinwesen unverzichtbar ist."

Aus diesem Grund halten es die drei Fraktionen für unverzichtbar, "jetzt, unmittelbar nachdem der Zustand des Hallenbades offenkundig geworden ist, in Überlegungen und Planungen für eine tragfähige Folgelösung einzusteigen". Demnach soll der Rat die Verwaltung beauftragen, bis zu den Haushaltsplanberatungen 2014 ein Konzept und die Planung für ein neues Hallenbad zu erstellen. Dabei sollen die Themenbereiche Standort, der Charakter des Bades und die inhaltliche Konzeption sowie die Finanzierung (Investoren und Betreibermodelle etc.) abgearbeitet werden. "Sollten die personellen Kapazitäten in der Verwaltung eine Bearbeitung des Antrags nicht erlauben, soll die Erstellung von Planung und Konzept durch einen zu beauftragenden externen Dritten erfolgen", heißt es in dem Antrag.

(RP)