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Wermelskirchen: Quellenbad soll attraktiver werden

Wermelskirchen : Quellenbad soll attraktiver werden

Die Stadtverwaltung erarbeitet derzeit ein neues Nutzungskonzept für das Quellenbad, um das Bad wieder attraktiver für Besucher zu machen. Das bestätigt Dezernent Jürgen Graef auf Anfrage. "Wir machen uns Gedanken, wie wir das Bad nach vorne bringen können. Das Grobkonzept steht, wir werden es bald dem Arbeitskreis Bäder vorstellen", berichtet Graef. Vorher könne und werde er dazu aber keine Details nennen. Auch der genaue Zeitplan stehe noch nicht fest: "Im Moment gibt es dringendere Sachen zu erledigen."

Gerüchten, dass künftig möglicherweise die Schwimmzeiten der DLRG gekürzt werden sollen, widerspricht der Dezernent. "Ich habe diese Gerüchte nicht in die Welt gesetzt. Im Gegenteil: Das neue Konzept sieht sogar eine Ausweitung der Nutzungszeiten vor", betont Graef. Bevor das Konzept verabschiedet werde, "werden wir die Interessen aller Nutzer des Quellenbades gegeneinander abwägen".

Günter Schuh, Vorsitzender der DLRG Wermelskirchen, wurde bereits mit Gerüchten über anstehende Änderungen der Nutzungszeiten im Hallenbad konfrontiert. "Wir ahnen, dass sich bald etwas ändern wird. Wie dann die Konsequenzen für uns aussehen, weiß ich nicht", sagt er. Die DLRG nutze das Quellenbad bislang kostenfrei an zwei Tagen pro Woche: montags von 17.40 bis 19.40 Uhr und donnerstags von 18 bis 20.15 Uhr. Neben verschiedenen Kursen (Anfänger-, Jugend- und Erwachsenenschwimmen) gibt es seit kurzem auch einen Kurs für Erwachsene, die schwimmen lernen möchten. Zudem sei das Angebot der Wassergymnastik für Senioren ein voller Erfolg. "Die Kurse sind gut besucht, wir brauchen diese Nutzungszeiten", betont Schuh. Rund 200 Euro pro Jahr zahlt die DLRG Wermelskirchen laut Aussage ihres Vorsitzenden für die Nutzung der Turnhalle Tente (zwei Übungsstunden pro Woche). Künftig auch eine Gebühr für die Nutzung des Hallenbads zu entrichten, sieht Schuh aber mit Bedenken. "Wir sind ein Ehrenamtsverein. Jeder Euro, den wir mehr ausgeben müssen, drückt gleichzeitig unsere Aktivitäten", sagt er.

Jürgen Graef sieht eine Möglichkeit, mit einem neuen Nutzungskonzept das Quellenbad wieder mehr in den Fokus der Bürger zu rücken. Vor dem Hintergrund, dass im Freibad Dabringhausen künftig wohl keine städtischen Mitarbeiter mehr benötigt werden, könne man dieses Personal zwar einsparen. "Man kann das Personal aber auch nutzen, um die Attraktivität des Hallenbades zu steigern", sagt der Dezernent. Als Beispiel für Verbesserungen nennt er die Öffnungszeiten am Wochenende (samstags und sonntags von 8 bis 15 Uhr). Diese seien nämlich nicht sehr familienfreundlich. "Wir möchten das Quellenbad in Zukunft wieder zu einem Anziehungspunkt für die Wermelskirchener machen", betont Graef und fügt an: "Wir werden Vorschläge machen — am Ende muss dann die Politik entscheiden, ob dafür Geld in die Hand genommen wird."

(RP)