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Wermelskirchen: Diskussion zur ,Giftliste': Nur 30 Bürger kommen

Wermelskirchen : Diskussion zur ,Giftliste': Nur 30 Bürger kommen

Zur Bürgerbeteiligung am kommenden Samstag mit verschiedenen Workshops zu unterschiedlichen Themen der Konsolidierungsliste haben sich lediglich 30 Bürger angemeldet.

Stadtkämmerer Bernd Hibst zeigte sich schon enttäuscht — er hätte sich eine größere Beteiligung gewünscht. Zu den 30 Bürgern werden noch einmal bis zu 36 Politiker stoßen, die die Debatte "beobachten" wollen.

Bürgermeister Eric Weik meint zur geringen Anmeldezahl: "Die Bürger wissen schon, dass gespart werden muss und dass es nicht mehr so mit den Finanzen weitergehen kann wie bisher. Ich habe den Eindruck, dass sich die Bürger sagen: Wir haben eine Verwaltung, und wir haben die Politiker gewählt. Die sollen das jetzt richten."

Die Folge der geringen Anmeldung ist: es wird weniger Workshops geben. Themenschwerpunkte werden das Quellenbad und die Musikschule sein. Dafür haben sich nach Auskunft von Hibst die meisten Bürger interessiert.

Der Vormittag am Samstag startet mit einem Kurzvortrag von Dr. Nicole Grünewald (Unternehmensberatung Devision-Company) zum Thema öffentliche Gelder; Kämmerer Hibst informiert anschließend über das strukturelle Defizit der Stadt.

In zwei Workshop-Runden, lediglich unterbrochen von einer Mittagspause, werden Einsparungsvorschläge erarbeitet, die abschließend allen angemeldeten Teilnehmern vorgestellt werden.

Rund 26 000 Euro stehen für diese Bürgerbeteiligung zur Verfügung — aufgrund der geringen Beteiligung werde der Betrag wohl nicht ausgeschöpft werden, so Bernd Hibst.

(RP/rl)