Wegberg: Freiwillige sammeln Müll in Wald und Feld

Wegberg : Freiwillige sammeln Müll in Wald und Feld

Frühjahrsputz war angesagt in Schwaam, Venheyde und Merbeck. An der Müllsammelaktion der Dorfgemeinschaft Schwaam beteiligten sich 20 Helfer. Auch die Jägerschaft ist schon seit Jahren an dem Freiwilligenprojekt beteiligt.

Trotz Kälte und Frost folgten auch in diesem Jahr wieder über 20 Helferinnen und Helfer dem Aufruf der Dorfgemeinschaft Schwaam zur "Müllsammelaktion durch Wald und Flur". Für die fleißigen Teilnehmer war klar: Auch bei schlechter Wetterlage wird gesammelt. Und so ging es bereits zum 14. Mal unter dem Motto "Saubere Landschaft" zur Abfallsuche, zur selben Zeit, zu der auch die Merbecker ihren Ort aufräumten.

Anstelle von Hubert Michiels, langjähriger Vorsitzender des Dorfausschusses, übernahm Mario Sachsenhausen in diesem Jahr das Kommando und teilte die Mülltüten aus. "Der Gedanke 'Unser Dorf soll schöner werden' gab im Jahr 2002 den Anstoß für das große Reinemachen", erzählt er.

Die Sammler, dick angezogen, mit Plastiktüte und Greifzange bewaffnet und mit Bollerwagen und kleinen Snacks ausgerüstet, wurden in zwei Gruppen eingeteilt. Einige machten sich in Richtung Venheyde auf den Weg, andere gingen in Richtung Molzmühle und Harbeck, immer dem Trecker hinterher. "Im vorigen Jahr war der Trecker gut voll", meint Sachsenhausen. Er ist sich sicher, dass es diesmal nicht anders sein wird.

Woher der ganze Müll kommt? "Wir haben hier viel Publikum durch die Gaststätten und den Reiterhof, da wird auch viel weggeworfen." Laut Mitsammler Erwin Gerads ist alles Mögliche und Unmögliche an den Straßenrändern rund um Schwaam zu finden. "Wir finden alles - nicht nur Plastik, sondern auch Reifen oder Kanister", sagt er.

Wie in den Vorjahren waren auch dieses Mal wieder viele Kinder dabei. Die Jüngste, Mareike Brenner (6), kam mit Silvia und Wilfried Wackerzapp, dem Schützenkönigpaar aus dem Nachbarort Merbeck: "Es ist schön, dass wir auch Jugendliche und Kinder für die Aktion begeistern können. So bekommen sie ein Gefühl dafür, dass man Müll nicht einfach wegwirft", findet die Schützenkönigin. "Wir lieben die Natur und wollen, dass die Leute durch das Gebiet wandern können, ohne Unrat vorzufinden."

Auch die Jägerschaft ist schon seit Jahren an dem Projekt beteiligt: "Als Jäger sind wir mit der Natur verbunden. Wir haben das Revier hier gepachtet und sehen ständig den Müll überall herumliegen, das ist sehr ärgerlich", gibt Walter Harken seiner Empörung Ausdruck. Ihm zufolge ist vor allem der "Nachahmungseffekt" das Problem: "Einer stellt seinen Sack Müll in die Ecke, und innerhalb eines Monats stehen da zehn." Für alle Umweltaktivisten gab es hinterher im Hotel "Schüppen" ein kräftiges Eintopfgericht als verdiente Belohnung für Fleiß und Engagement.

(juri)
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