Wegberg: 3500 Rosen aus Papier für das Merbecker Königshaus

Wegberg : 3500 Rosen aus Papier für das Merbecker Königshaus

Wie es Tradition in der St. Maternus Schützenbruderschaft ist, traf sich die Nachbarschaft zum Röschendrehen beim Königspaar. 3500 zweifarbige Papierblüten werden bis zur Kirmes angefertigt.

Es herrscht rege Betriebsamkeit im Haus des Schützenkönigspaars Silvia und Wilfried Wackerzapp. In der guten Stube sitzen überwiegend Frauen, die die zweifarbigen Röschen drehen. Das "Material" für die schönen Blüten schaffen die Männer aus der Garage des Nachbarn heran, in der sie es vorbereiten. Wie es Tradition bei der St. Maternus Schützenbruderschaft ist, obliegt das Röschendrehen und Schmücken der Nachbarschaft des Königspaars.

25 Leute sind an diesem Tag gekommen, um in lockerer geselliger Runde mit geübten Handgriffen eine weitere Zahl Rosen anzufertigen. Es ist bereits ihr drittes Treffen. "Braucht man für Maifeiern rund 250 bis 300 Röschen, sind es jetzt 3500 Röschen, die wir machen wollen", sagt Wilfried Wackerzapp, "die Männer haben in der Garage eine kleine Maschine, mit der sie das in Teile geschnittene Floristik-Krepppapier an einem Rand kräuseln." Beim Blick in die Garage sind die Arbeitsschritte gut nachzuvollziehen. Das Kräuselband schneiden die Männer im Anschluss auf die richtige Länge. Papier und Drähte legen sie auf die Tische der guten Stube.

Vom Kind bis zur 93-Jährigen sind alle dabei, kunstvoll drehen sie die Streifen. In diesem Fall nehmen sie das farbige Papier nach innen und drehen darum das weiße. Ein Stück Draht um den Fuß gewickelt und fertig ist ein Exemplar, das bündelweise in einen Korb gelegt wird.

Der Schützenkönig hält die Zeichnungen von den Einzelteilen für Bogen und vier Türme, die als Einheit vor dem Haus an der Straße aufgebaut werden, in den Händen. Für Erstellung und Bau ist ein Baumeister zuständig. "Das Gerüst wird mit Maschendraht bespannt und das Grün hineingesteckt, das mit den Röschen geschmückt wird", erklärt Wilfried Wackerzapp. "Entlang des Zauns wird der Schmuck bis zum Haus fortgeführt werden." Eine mit Papier umdrehte Krone wird auf die Türme gesetzt.

Hausherrin Silvia Wackerzapp weist auf einen weiteren wichtigen Aspekt hin: "Eine gute Bewirtung ist ganz wichtig beim geselligen Beisammensein." Immer wieder bietet sie Getränke an und sieht bei allen nach dem Rechten. Ihr Mann und sie seien zum ersten Mal Königspaar und hätten sich sehr über die Hilfe aus Bruderschaft, bisherigen Königshäusern und Nachbarschaft gefreut. "Organisation und Abläufe sollten eine gewisse Tradition beibehalten. Der König ist mit Amtsantritt in den Vorstand der Bruderschaft aufgenommen worden, in dem alles Nötige besprochen wird", sagt Silvia Wackerzapp.

Die durchschnittlich 20 Helfer werden sich noch mehrmals treffen, um die 3500 Röschen fertigstellen zu können. Eine Woche vor der Kirmes wird der Bogen aufgebaut. Zusammen mit den Ministerpaaren Andrea und Thomas Chudziak sowie Petra und Markus Fuge schaut das Königspaar voll Freude und Erwartung auf das bevorstehende Fest.

(cole)
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