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Hockey: VTHC behält die Nerven und steigt auf

Hockey : VTHC behält die Nerven und steigt auf

Mit einem 9:5 im Heimspiel gegen den DSD Düsseldorf II verteidigt der Hockey-Verbandsligist seine Spitzenposition am letzten Spieltag.

Nein, Zweifel wollten sie nicht mehr aufkommen lassen. Gleich nach der Halbzeit bauten die Herren des Viersener THC ihre beruhigende Führung weiter aus und erzielten gegen den DSD Düsseldorf II das 5:1. Diesen Vorsprung ließ der Spitzenreiter der Hallen-Verbandsliga nicht mehr entscheidend schmilzen, eine halbe Stunde später war der Triumph tatsächlich perfekt: Der VTHC, der in der Vorsaison bis zum vorletzten Spieltag um den Klassenverbleib zittern musste, steigt souverän und verdient in die Oberliga auf.

"Wir wollten uns in der oberen Tabellenhälfte etablieren. Dass es gleich so gut läuft, hat sicher niemand gedacht", sagte Viersens Trainer Steffen Freitag nach dem ungefährdeten 9:5 (4:1)-Erfolg über den DSD II. Seine Mannschaft hielt dem Druck stand, das letzte Saisonspiel gewinnen zu müssen, um den Aufstieg sicherzustellen. Peter Fegers sorgte nach einer ausgeglichenen Startphase mit seinem 1:0 für die erste Beruhigung. Zwar kassierte Viersen den Ausgleich, zog aber bis zur Pause auf 4:1 davon und hielt im Anschluss stets das Polster von mindestens drei Toren. Neben Fegers trafen Daniel Klingohr (4), Robin Kremers (2), Benjamin Pleißner und Benedict Förtsch.

"Es war wichtig, dass wir wach aus der Halbzeit gekommen sind und direkt weiter gemacht haben. Eine große Hilfe waren auch die vielen Zuschauer, die richtig Stimmung gemacht haben", sagte Freitag, der mit dem Aufstieg einen fantastischen Einstand beim VTHC feierte. Im vergangenen November hatte er ein Team übernommen, das ein ernüchterndes Jahr mit vielen Rückschlägen hinter sich hatte und lange ohne einen Cheftrainer über die Runden kommen musste. Freitags Engagement hatte ebenso Signalwirkung und war ein wichtiges Zeichen wie die Rückkehr der drei Leistungsträger Daniel Klingohr, Robin Kremers und Elias Gövert.

"Vor allem haben wir im Gegensatz zu früheren Zeiten noch geschlossener als Mannschaft agiert. Wir haben oft zurückgelegen, aber immer cool weitergespielt", sagte Routinier Klingohr. Zudem erarbeitete Freitag mit dem Team eine Offensivtaktik, ließ stets druckvoll und auf Angriff spielen. Eine Marschroute, die aufging: Zwölf seiner 14 Saisonspiele gewann der VTHC, nur gegen den Tabellenzweiten Düsseldorfer HC III gab Viersen überhaupt Punkte ab.

"Wir waren sehr konstant, das war entscheidend. Jetzt erhoffe ich mir natürlich durch diesen Erfolg einen Schub für die Feldsaison, dort wollen wir die Klasse halten", sagte Freitag, ehe er mit der Mannschaft von der Halle Beberich ins Klubhaus wechselte und in eine feuchtfröhliche Aufstiegsnacht startete.

(togr)