Reitsport: Doppelter Hattrick in engem Parcours

Reitsport: Doppelter Hattrick in engem Parcours

Die Nettetalerin Silvia Bröckels (RV Graf Holk Grefrath) gewann beim Hallenturnier der Reitervereins Niederkrüchten bereits zum dritten Mal in Folge zwei Springprüfungen. Bei den dicht stehenden Hindernissen war Wendigkeit gefragt.

Beim Winterhallenturnier des Reitervereins Niederkrüchten in Gützenrath gelang der Nettetalerin Silvia Bröckels vom Reiterverein Graf Holk Grefrath ein besonderer Hattrick im Doppelpack, was vorher bisher noch keinem Reiter bei diesem Turnier gelang. Die 35-Jährige holte mit dem elfjährigen Löllebröd die Siege im L-Springen und im L-Springen nach Siegerrunde - wie bereits in den beiden Jahren zuvor. "Für das erste Turnier der Saison ist es hier mit zwei Siegen für uns schon ganz gut gelaufen. In der letzten Saison konnte ich mit ihm immerhin insgesamt elf Siege verbuchen."

Dabei sind die Bedingungen beim Hallenturnier in Niederkrüchten nicht gerade optimal. Der Verhältnisse im Parcours sind sehr beengt, die Hindernisse stehen nah beieinander. Dies könnte auch ein Grund sein, wieso in den vergangenen Jahren immer weniger heimische Starter dabei waren. Neuere Hallen bieten mehr Platz für ein Springen. "Ich finde es immer ganz nett hier. Das L-Springen mit Siegerrunde ist nicht einfach zu reiten", meinte Silvia Bröckels. Der 88-jährige Alois Reiners, der immer noch als vereinseigener Parcoursbauer dabei ist, sagte dazu: "Früher haben wir hier sogar ein hochrangiges Zwei-Sterne-M-Springen mit Stechen ausgeritten." Von den Reitern, die trotz allem gemeldet hatten, erreichten fünf beim L-Springen die Siegerrunde. Als schnellste Nullreiterin im Normalumlauf hatte Silvia Bröckels alle Trümpfe in der Hand, um den Sieg erneut an sich zu reißen. In der Siegerrunde legte sie noch einen Gang zu und schaffte mit einem fehlerfreien Ritt in der schnellsten Rundenzeit von 29,74 Sekunden souverän den Sieg. An Sprung zwei wäre beinahe der Balken gefallen und der Sieg futsch gewesen. "Aber Löllebröd dachte mit und verhinderte somit den Abwurf, der uns zurückgeworfen hätte", sagte Bröckels. Sie verwies dabei Wilfried Hensen (RSG Köln) mit Spell Boy (ebenfalls ohne Abwurf, aber in 31,52) und Julia Claßen (RFV Venekotensee-Elmpt) mit Amira (4/33,30) auf die Plätze zwei und drei. Tags zuvor hatte Bröckels auf Löllebröd mit einem Start-Ziel-Sieg das L-Springen gewonnen: "Ich zitterte bis zum Schluss um den Sieg. Wir sind halt ein starkes Team." Dazu gehört auch die Löllebröd-Besitzerin Stefanie Müller, die immer dabei ist und mitfiebert.

Die Pony-Fahr-WM-Dritte Katja Helpertz (RV Schaag) versteht es auch, Dressuren zu reiten. Sie schaffte mit der Wertnote 7,3 den Sieg in der A-Dressur mit dem achtjährigen Barnebee. Die 25-Jährige war mit ihm als erstes Paar dran und behielt die Führung bis zum Schluss. Dazu holte sie noch mit Chocolino's Boy den fünften Platz (6,0). "Das war ein guter Saisoneinstieg für die beiden Fahrpferde, mit denen mein Freund Max Berlage künftig Pferde-Zweispänner fahren will. Wichtig war für die beiden Pferde, in Turnier-Atmosphäre Wettkampferfahrung zu sammeln und dabei die Dressuraufgaben zu verinnerlichen." Jennifer Gilbert (RV Kaldenkirchen) belegte auf Divavolo's Credo mit der Wertnote 6,4 den dritten Platz.

(off)