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Viersen: Junge Viersenerin hilft in El Salvador

Viersen : Junge Viersenerin hilft in El Salvador

Die 29-jährige Studentin Sarah Mückenhoff geht für drei Monate nach El Salvador. Dort wird sie in einem Projekt der Flüchtlingshilfe Mittelamerika mitarbeiten. Ende Juli geht es los.

Seit einem Jahr lernt Sarah Mückenhoff Spanisch bei einer Muttersprachlerin. Ein- bis zweimal pro Woche drückt sie dafür neben ihrem berufsgebleitenden Studium der Sozialpädagogik die Schulbank. "Es klappt schon ganz gut. Wie gut, das werde ich sehen, wenn ich in El Salvador, genauer gesagt Nueva Esperanza, sein werde", sagt Mückenhoff.

Die Flüge sind gebucht, am 31. Juli geht es von Düsseldorf aus los. 22 Stunden dauert die Hinreise. Über Madrid geht es nach Panama, und von dort nach El Salvador. Dort bleibt die 29-jährige Viersenerin einige Tage, um von der Flüchtlingshilfe Mittelamerika auf Land und Menschen vorbereitet zu werden, bevor die eigentliche Hilfsarbeit im Schulzentrum Amando López Quintana startet.

Drei Monate lang wird Sarah Mückenhoff dort zusammen mit zwei Kommilitoninnen der Hogeschool in Nijmegen die Lehrer in der Jugend- und Bildungsarbeit schulen und mit ihnen pädagogische Konzepte entwickeln. "Es war immer mein Wunsch, sozial in Süd- oder Mittelamerika aktiv zu werden. Dass ich das allerdings im Rahmen meines berufsbegleitenden Studiums machen würde, hätte ich vor etwas mehr als einem Jahr noch nicht gedacht", erzählt Mückenhoff.

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Einer der Dozenten der niederländischen Universität ist in der Flüchtlingshilfe Mittelamerika aktiv. Er stellte den Kontakt her, wobei im Laufe der Jahre schon viele Studenten in den verschiedensten Projekten für die Flüchtlingshilfe arbeiteten. "Un poco más", was frei übersetzt heißt "Ein bisschen mehr", haben dabei Mückenhoff, die Süchtelnerin Jelena Lazic und die aus Wermelskirchen stammende Marlene Großhoff ihr Schulprojekt genannt, mit dem Kindern zu einer besseren Zukunft verholfen werden soll.

"Mit dem im Jahr 2010 erfolgten Regierungswechsel kam es dort auch zu einer Schulreform. Die Analphabetisierungsrate ist seitdem zurückgegangen, aber es fehlt an didaktisch-methodischen Kenntnissen in der Sozialpädagogik", berichtet Mückenhoff. Über bereits in spanischer Sprache per E-Mail gesendete Fragebögen haben die drei Frauen schon Kontakt mit den acht Lehrern samt dem Direktor des Schulzentrums aufgenommen, um sich ein Stück weit vorbereiten zu können. In der Theorie hat Mückenhoff das Land ebenfalls schon kennengelernt, denn an der Uni gab es Informationsveranstaltungen von Studenten, die bereits vor Ort waren und in verschiedenen Projekten halfen.

Für die Viersenerin werden es drei arbeitsintensive Monate werden, denn sie möchte im Anschluss über das Projekt ihre Bachelorarbeit schreiben. Wohnen werden die drei Studentinnen in einem Gästehaus. Die gesamten Reisekosten, die pro Person bei rund 2500 Euro liegen, trägt jede für sich selbst. Um das eigentliche Projekt zu fördern, werden aber noch Sponsoren gesucht, die sich mit Geld- oder Sachspenden an der Arbeit im Schulzentrum beteiligen. FRAGE DES TAGES

(tref)