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Reitsport: Daniela Winkels verfehlt Sieg nur ganz knapp

Reitsport : Daniela Winkels verfehlt Sieg nur ganz knapp

Nicht einmal zwei Zehntelsekunden fehlen der Lokalmatadorin beim großen Sommerturnier des RFV Dülken-Viersen.

Ein Kontrastprogramm gab es beim großen Sommerturnier des RFV Dülken-Viersen in der Schirick: Auf dem Springplatz hatten die Reiter Marscherleichterung und ritten ohne Jackett. Im Viereck gingen sie bis oben zugeknöpft mit Frack und Zylinder, alleine schon der Optik und des Gesamtbildes wegen. Als Rosenkavalier betätigte sich Lambert Jansen, Vorsitzender des RFV Dülken-Viersen. Bei der Siegerehrung bekamen die platzierten Amazonen eine gelbe Rose. Ganz besonders erfolgreiche Reiterinnen brachten es beim dreitätigen, sonnendurchfluteten Turnier sogar zu einem Strauß.

Christian Schrammen vom Ausrichter fuhr derweil mit einem 2000-Liter-Wasserfass über den Platz, wo die Anhänger mit den Pferden standen, und Jerome Ophoven schrie durchs Mikro: "Frisches Wasser, frisches Wasser." Das wurde von allen Seiten sehr dankbar angenommen. Regelmäßig wurden Springparcours, Abreiteplatz und Dressur-Viereck bewässert und nivelliert, damit Reiter und Pferd optimale Bedingungen hatten. Und Sportwartin Ingrid Berger schaute sich als Richterin das Treiben der Springreiter auf dem Abreiteplatz an, sie war dort offiziell als Aufsicht bestellt.

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Guten Sport gab es ebenso genug zu sehen: Das S-Springen mit Siegerrunde, bei dem die Teilnehmer die Fehler aus dem ersten Umlauf mitnahmen und in der Siegerrunde die Zeit für sie neu lief, gewann der rheinische Vizemeister und Kreismeister Matthias Gering (RFV Hubertus Anrath-Neersen) auf Lorcado – als einziger Reiter ohne Abwurf in langsamen 52,33 Sekunden (gegenüber den Vier-Fehler-Verfolgern in 39,92 sowie 41,44). "Das ist vielleicht das Pferd, mit dem ich kommendes Wochenende bei den Rheinischen Meisterschaften in Langenfeld starte", sagte Gering.

Jochen Bender entschied das M**-Springen mit Siegerrunde auf Cor de Pomme ohne Abwurf in der schnellsten Zeit von 40,56 Sekunden für sich. Daniela Winkels (Reit- und Fahrverein Dülken-Viersen), die nicht weit von der Schirick ihr Domizil auf dem Aretzhof hat, wurde Zweite auf Quintus S, abwurffrei mit 40,72 Sekunden. Ihr Trost: Sie siegte in der zweiten Abteilung.

Wilma Raulf vom RC St. Georg Günhoven belegte in der zweiten Abteilung mit G Star de Muze Platz drei in 50,23. Im vergangenen Jahr startete sie noch für Dülken-Viersen. Im St. Prix Georges, einer internationalen S-Dressur, holte der Krefelder Niklas Feiltzer mit Feh den Sieg mit 67,193 Prozentpunkten. Den zweiten Platz teilte sich Feiltzer auf Ramazotti mit Miranda Rongen vom RC Altfeld auf Decor Delatio. Beide erhielten 66,491. Die beste heimische Reiterin war Iris Jansen vom RRV Süchteln mit Wie Wolkenstein auf Platz sechs und 64,035.

(off)