Ansichtssache: Stadt-Sparkasse - eine Stütze für den Haushalt

Ansichtssache: Stadt-Sparkasse - eine Stütze für den Haushalt

Trotz eines schwierigen Marktumfeldes gelingt es der Stadt-Sparkasse Solingen immer wieder, gute Ergebnisse zu erzielen. Das freut den Kämmerer.

Jammern gehört zum Geschäft. Seit Jahren. Gleichwohl geht es Banken und Sparkassen, die seriös ihren Geschäften nachgehen, nicht schlecht. Befriedigend bis sehr gut lauten stets die Wertungen, wenn beispielsweise die Industrie- und Handelskammer im Bergischen in gewissen Abständen nach dem Befinden der Unternehmen fragt.

Gute Ergebnisse erzielte einmal mehr auch die Stadt-Sparkasse Solingen. Die Bilanz für das vergangene Jahr fiel erfreulich aus. Wie immer in den vergangenen Jahren wird ein Jahresüberschuss in Höhe von vier Millionen Euro ausgewiesen. Stadtkämmerer Ralf Weeke kann mit 1,6 Millionen Euro den städtischen Haushalt eine satte Einnahme zuführen. Und auch das Sponsoring kam bei der Stadt-Sparkasse wie all die Jahre zuvor nicht zu kurz. Auch hier wurden Millionen investiert.

Geld verdienen ist in einem Umfeld der Niedrigzinsen gleichwohl nicht einfach für das Geldinstitut. Doch das Unternehmen ist gut aufgestellt und ebnet mit gezielten Entscheidungen seit gut drei Jahren auch den Weg in die Zukunft. Die wird immer digitaler. Dem muss Rechnung getragen werden, oder man bleibt auf der Strecke. Aber auch Investitionen in Beton werden in Angriff genommen, um dem veränderten Kundenverhalten gerecht zu werden. Denn die Kunden zieht es längst nicht mehr in Masse in die Geschäftsstellen. Online-Banking nimmt stark zu, Geldgeschäfte übers Internet erleben überdies enorme Zuwachsraten.

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Von daher ist es nur konsequent, sich von Filialen zu trennen oder alte Geschäftsstellen auf Vordermann zu bringen. Das trifft auf die Hauptgeschäftsstelle in der Innenstadt zu, ebenso wird in Ohligs umgebaut und zwei Filialen in nur noch einer konzentriert. Die Solinger Stadt-Sparkasse hat ihre Hausaufgaben gemacht.

Bleibt die Frage, ob die drei Sparkassen in Solingen, Remscheid und Wuppertal gemeinsam noch schlagkräftiger wären. Eine Fusion ist aber weder im Gespräch, noch in Sicht. Und sie würde wohl auch wenig Sinn machen. Denn alle drei Sparkassen sind äußerst gut aufgestellt und sozusagen "Unternehmensperlen" der jeweiligen Städte. Trotz aller Neuerungen im Geldgeschäft bleibt ein besonderes Kriterium der Sparkassen weiter die Nähe zum Kunden. Diese drückt sich auch mit den vorhandenen Geschäftsstellen aus. Die braucht es weiter, um den gestiegenen Beratungsbedarf anbieten zu können.

(RP)