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Wasserball: Den Wasserballern fehlt die Übung

Wasserball : Den Wasserballern fehlt die Übung

Eine bittere Niederlage musste die SGW Solingen/Wuppertal beim SV Duisburg 98 II einstecken. Die Wasserballer scheiterten an ihrer Chancenverwertung und ließen einen komfortablen Vorsprung noch aus der Hand gleiten.

Eigentlich läuft bei der SGW Solingen/Wuppertal alles nach Plan. Der SC Solingen und die Wasserfreunde Wuppertal absolvieren eine erfolgreiche erste gemeinsame Saison und bieten stets eine Mannschaft auf, die gegen jeden Kontrahenten in der Zweiten Liga gewinnen könnte. Dass die Wasserballer umgedreht auch bei vermeintlich schwächeren Teams verlieren können, bewiesen sie bei der Reserve des SV Duisburg 98. Der Tabellenvorletzte holte sogar einen 2:5-Rückstand auf.

Bis dahin lief alles nach Plan. Uwe Körschgen konnte zwar krankheitsbedingt nicht das Tor hüten, wurde aber von Timo Besse ordentlich vertreten. Defensiv stand die Mannschaft mit einer Pressdeckung agierend solide, vorne warfen Fabio Placanica, Matz Kunz, Bohumil Ondraska, Marc Willems und Daniel Junker die Führung heraus. Nach der Halbzeit kam ein Bruch ins Spiel der Bergischen. Eine Hinausstellung gegen Christian Offermann kostete das dritte Gegentor. Danach fing sich die Truppe einige Duisburger Konter.

"Trotzdem hätten wir das Spiel locker gewinnen müssen", ärgert sich Trainer Tim Focke. "Wir haben aber wieder zu viele Chancen liegen gelassen." Sechs Mal tauchte ein SGW-Wasserballer alleine vor dem gegnerischen Tor auf. Doch es fehlte die Ruhe, um den Ball im Netz unterzubringen. "Das liegt nicht nur daran, dass die Duisburger einen guten Schlussmann hatten. Wir haben einfach zu wenige Torhüter im Training." Uwe Körschgen ist der einzige Etat-Keeper der Ersten Mannschaft. Ein Manko, das mit der Verpflichtung eines weiteren Keepers im Sommer gelöst sein sollte.

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In Duisburg kostete es den möglichen Sieg. Zwar brachte Ondraska die Gäste mit 6:5 in Führung, doch danach lief die Mannschaft einem Rückstand hinterher. Der starke Ondraska markierte sein drittes Tor zum 7:7, und Fabio Placanicas Anschluss zum 8:9 fiel erst eine halbe Minute vor Schluss. Die Gastgeber nutzten die sich bietenden Räume mit dem entscheidenden zehnten Tor. "Die Welt geht von der Niederlage natürlich nicht unter", sagt Tim Focke. "Aber sie war eben doch leicht vermeidbar. Das macht es ärgerlich."

(trd)