Viele Fälle in Solingen: Krätze breitet sich in Schulen aus

Viele Fälle in Solingen: Krätze breitet sich in Schulen aus

Die Zahl der Krätze-Erkrankungen ist in den vergangenen Wochen in Solingen stark angestiegen. Besonders betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene.

Der Stadtdienst Gesundheit hat die Schulen informiert und gebeten, Merkblätter an Eltern- und Schülerschaft weiterzuleiten. Es informiert über Krankheitsanzeichen und notwendige Behandlungsmaßnahmen. Bei verdächtigen Symptomen sollte man zum Arzt gehen. Steht die Diagnose, sind Eltern oder die Erkrankten selbst verpflichtet, Schulen und enge Kontaktpersonen zu informieren, um weitere Ansteckung zu vermeiden, erklärt Heibges.

Krätze (auch Skabies genannt) ist eine ansteckende Hauterkrankung, die durch Krätzmilben hervorgerufen und durch engen, großflächigen Hautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen wird. Händeschütteln etwa reicht nicht für eine Übertragung.

Die Erkrankung beginnt häufig mit heftigem Hautjucken, vor allem nachts bei Bettwärme. Auf der Haut zeigen sich kleine Papeln, Bläschen oder Pusteln, entweder einzeln oder in Gruppen. Auch Kratzspuren sind häufig. Bevorzugte Körperstellen sind die Zwischenfingerräume, die Handgelenke, Ellenbogen, Knöchel, Leisten, Brust-, und Genitalregion. Die Krätze gilt als das "Chamäleon" unter den Hauterkrankungen, weil sie anderen Hauterkrankungen gleichen kann. So gibt es auch eine Form mit ausgeprägtem Juckreiz fast ohne äußere Zeichen.

  • Engpass in NRW : Medikament gegen Krätze wird knapp

Krätzemilben mögen keine Hitze. Temperaturen von 50 Grad, etwa in der Waschmaschine oder im Trockner, überleben sie nicht länger als zehn Minuten. Ärztlich behandelt wird die Krätze mit Medikamenten und Tinkturen. Ist die Krätze diagnostiziert, gelten folgende Regeln: Wechsel der Unterwäsche alle 24 Stunden, Handtücher, Bettwäsche und Kleidung bei mindestens 60 Grad mit Vollwaschmittel waschen.

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Hier geht es zur Bilderstrecke: Wie sieht Krätze aus?

(red)