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Rommerskirchen: Sonnenhaus fit für U3-Betreuung

Rommerskirchen : Sonnenhaus fit für U3-Betreuung

Der Anbau für die fünfte Gruppe des Kindergartens "Sonnenhaus" ist seit gestern offiziell in Betrieb. Bis April 2012 sollen in der größten Tagesstätte der Gemeinde 14 Kleinkinder betreut werden. Die gesetzliche Quote von 35 Prozent dürfte die Gemeinde bis 2013 locker erreichen.

Es ist beileibe nicht die Regel: Im Mai haben die Umbauarbeiten im Familienzentrum "Sonnenhaus" begonnen —und abgeschlossen werden konnten sie kürzlich tatsächlich wie geplant. Der komplett neue Trakt bietet Platz für die fünfte Gruppe der Tagesstätte, die sich aus zwei bis sechs Jahre alten Jungen und Mädchen zusammensetzen wird.

Bürgermeister Albert Glöckner übergab die von Monsignore Franz Josef Freericks und Pfarrer Thomas Spitzer eingeweihten, neuen Räume gestern während einer Feierstunde ihrer Bestimmung: 87 Kinder besuchen derzeit das "Sonnenhaus", ist es — voraussichtlich im April 2012 — komplett belegt, werden es 110 Jungen und Mädchen sein, darunter dann 14 Kleinkinder.

Von den 35 Tagesstätten, für die das Kreisjugendamt in Rommerskirchen, Korschenbroich und Jüchen verantwortlich zeichnet, ist nach den Worten seines Leiters Norbert Dierselhuis das "Sonnenhaus" der größte Kindergarten. Die Kindergärten fit für die U3-Betreuung zu machen, gehört zurzeit zu den absoluten Prioritäten auf der politischen Agenda der Gemeinde. Zugleich auch zu den kostspieligsten, wie Albert Glöckner gestern deutlich machte.

Rund 315 000 Euro wurden investiert, 262 000 kamen vom Land und dem Rhein-Kreis Neuss, während der ursprünglich auf 38 000 Euro veranschlagte Eigenanteil der Gemeinde letztlich bei über 50 000 Euro lag.

Beträgt die Versorgung mit regulären Kindergartenplätzen am Gillbach 100 Prozent, erwartet Norbert Dierselhuis mit Blick auf den ab 2013 geltenden gesetzlichen Anspruch auf einen Betreuungsplatz für Kleinkinder "eine Punktlandung". Würden auch die in den andere Kindergärten geplanten Projekte umgesetzt, "wird in Rommerskirchen die 35-Prozent-Quote erreicht", betont Dierselhuis. "Dauerhaft werden 35 Prozent allerdings nicht reichen", so der Leiter des Jugendamts.

Er verweist auf Expertenschätzungen, wonach in größeren Städten mit einem Bedarf von 60 bis 70 Prozent zu rechnen sei, der im ländlichen Raum immerhin 40 bis 50 Prozent aller Kleinkinder betreffen könnte. "Wenn Eltern Ihre Kinder hierher schicken, wissen sie, dass sie ihre Sprösslinge nicht einer Kinderbewahranstalt überlassen", betonte Albert Glöckner die pädagogisch anspruchsvolle Arbeit des zwölfköpfigen Erzieherinnenteams um die neue Leiterin Heike Simon. Zugleich machte Bürgermeister Albert Glöckner aber auch deutlich, dass ein Kindergarten den Eltern "die Verantwortung und Verpflichtung für das Wohl und den weiteren Weg ihrer Kinder nicht abnehmen kann."

(NGZ/jt)