Rheinberg-Borth "Montessorischule hat nichts zu verbergen"

Rheinberg-Borth · Trägerverein und Schulvorstand wehren sich gegen Anschuldigungen, die in anonymen Briefen vorgebracht wurden: "Ihr habt gelogen."

 Selbstbewusst begegnen (von links) Heike Basten, Wolfgang Filler und Diana Schwinges-Leo den Anschuldigungen: "Wir haben nichts zu verbergen."

Selbstbewusst begegnen (von links) Heike Basten, Wolfgang Filler und Diana Schwinges-Leo den Anschuldigungen: "Wir haben nichts zu verbergen."

Foto: arfi

Was tut jemand, der in anonymen Briefen zur Zielscheibe von böswilliger Kritik geworden ist? Gegen den unhaltbare Vorwürfe erhoben werden? Zieht man dann den Kopf ein in der Hoffnung, die ganze Sache sei schnell vergessen? Oder geht man in die Öffentlichkeit und stellt die Angelegenheit in aller Deutlichkeit klar?

Für den zweiten Weg haben sich richtigerweise der Trägerverein der Grundschule Montessori Niederrhein und die Schulleitung der Realschule im Aufbau entschieden. Heike Basten, Geschäftsführerin beider Träger, schilderte gestern den Hintergrund: "In den letzten Wochen erschienen in der Öffentlichkeit zwei Schreiben, die angeblich von Mitgliedern des Trägervereins beziehungsweise Fördervereins der Montessorischule unterschrieben waren." Die Unterschriften — gefälscht. Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft ist gestellt.

In den Briefen seien Behauptungen über die Qualifikation der Lehrkräfte aufgestellt worden, die angeblich weder eine Lehrbefähigung noch die Erlaubnis zum Unterrichten hätten. Diese Behauptungen hätten nur die Grundschule betroffen, die Realschule im Aufbau (Freie Schule Niederrhein) sei von diesen hässlichen Unterstellungen nicht betroffen gewesen.

"Alle Anschuldigungen sind falsch." Das stellten Heike Basten, Schulleiterin Diana Schwinges-Leo (Grundschule) und Wolfgang Fillers (Leiter Freie Schule Niederrhein) nachdrücklich fest. "Alle Lehrkräfte unserer Schule sind diplomierte Lehrkräfte und haben eine Unterrichtserlaubnis durch die Bezirksregierung Düsseldorf." Bundesweit unterlägen alle Schulen — Regel- und Ersatzschulen — der Aufsicht der Bezirksregierungen und haben sämtliche Voraussetzungen eines geordneten Lehrbetriebes zu erfüllen. "Wir erfüllen diese Voraussetzungen zweifelsfrei." Darüber hinaus sei die Funktion der stellvertretenden Schulleitung korrekt vergeben und besetzt worden — und von der Bezirksregierung genehmigt.

Wer immer sich für diese Details interessierte, hätte alle Einzelheiten in der Schule erfahren können. "Aber es hat uns niemand gefragt, an einer Sachaufklärung war offenbar niemand interessiert", bedauert Wolfgang Fillers. Das lege den Schluss nahe, das einzige Ziel der Schreiben könne es nur gewesen sein, "der Schule Schaden zuzufügen". Vielleicht weil "es dem einen oder anderen nicht gefällt, dass wir Erfolg haben", so Diana Schwinges-Leo. "Es ist schade, dass wir die Absurditäten aus den Briefen geradestellen müssen", bedauert Heike Basten — Wolfgang Fillers verknüpft damit eine Einladung: "Wer mehr wissen will, kann uns besuchen und alle Ordner durchblättern. Danach wird jeder den Briefschreibern sagen: ,Ihr habt gelogen'."

(RP)