Grevenbroich kam gegen DSC nicht über ein 2:2 hinaus: Rückstand auf Spitze nicht verkürzt

Grevenbroich kam gegen DSC nicht über ein 2:2 hinaus : Rückstand auf Spitze nicht verkürzt

Der TuS Grevenbroich hat Sonntag eine ganz große Chance verpasst, das Rennen um den Meistertitel in der Fußball-Landesliga vor den letzten beiden Spieltagen noch mal richtig spannend zu machen. Während Klassenprimus Homberg aussetzen musste, kamen die Schloss-Städter zu Hause über ein 2:2 (1:1) gegen den DSC 99 nicht hinaus. Jetzt beträgt der Abstand auf den ersten Platz noch drei Punkte.

Rein rechnerisch ist der Meistertitel für den TuS Grevenbroich bei drei Punkten Rückstand, zwei noch ausstehenden Spielen und dem besseren Torverhältnis gegenüber dem VfB Homberg zwar immer noch möglich. Doch durch das gestrige 2:2 gegen den Düsseldorfer SC haben die Schloss-Städter die ganz große Chance verpasst, noch einmal ein deutliches Zeichen in Richtung Homberg zu setzen. Anstatt mit einem deutlichen Sieg bis auf einen Zähler an die Duisburger heranzurücken und zu zeigen, dass man mit aller Macht den Aufstieg will, wurde signalisiert, dass man einfach nicht reif ist für die Meisterschaft.

"Ich hatte fest damit gerechnet, dass die Homberger noch mal nervös werden. Doch dass wir ihnen heute zuvorgekommen sind, ist schon ärgerlich", meinte TuS-Coach Hans-Günter Plücken nach der Partie, die auch ihn einige Nerven kostete. Einerseits, weil im Angriff auch die besten Torchancen vergeben wurden; andererseits, weil er seine Abwehrspieler immer wieder lautstark auf Fehler aufmerksam machen musste. Doch zwei Mal war alles Brüllen vergebens, zwei dicke Abwehrschnitzer beim TuS führten zu den beiden Gegentreffern. Der erste schon in der elften Minute, als sich die Grevenbroicher eigentlich in der Vorwärtsbewegung befanden und Libero Jörg Gartz einen Querschläger völlig falsch einschätzte.

Der wieselflinke Javier Lopez-Estevez schnappte sich den Ball und ging ganz allein auf Torwart Kevin Ach zu, der gegen den platzierten Schuss nichts ausrichten konnte. Doch entscheidender als der Patzer zum 0:1 war das Durcheinander in der Defensive, als die Grevenbroicher die Partie im Griff hatten und mit 2:1 scheinbar auf der Siegerstraße lagen. In der 68. Minute bekam der TuS nach einer Ecke den Ball nicht weg und ließ dabei wieder den gefährlichen Lopez-Estevez aus den Augen, der den Ball zum 2:2-Endstand ins Netz wuchtete.

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Dabei hatten die Hausherren die Partie nach dem schnellen Ausgleich durch einen Foulelfmeter von Jörg Gartz (20.) kontrolliert und sich trotz der großen Hitze Chance um Chance erspielt. Doch erst in der zweiten Hälfte gelang wiederum Jörg Gartz mit einem abgefälschten Schuss aus dreißig Metern die 2:1-Führung. Auch danach hätten Dirk Abels und Denis Zagorica alles klar machen können, doch sie vergaben auch die besten Einschussmöglichkeiten. Nach dem Ausgleich rannte der TuS zwar noch an, doch Konstruktives kam nicht mehr dabei heraus. Im Gegenteil, mit Kontern hätten die Gäste fast noch den Siegtreffer erzielt.

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